Die Zweifach-Mama ist jetzt Botschafterin für Kinderschuhe

Foto: Elefanten

Bei diesem Job hatte Nazan Eckes sichtlich Spaß: die 42-Jährige kniete lachend auf dem Boden und alberte mit einer Gießkanne und einem kleinen Mädchen im Regenmantel herum. Dabei handelte es sich um ein Shooting für Kinderschuhe. Denn die Moderatorin, selbst zweifache Mutter, ist neue Markenbotschafterin für das Traditionsunternehmen „elefanten“ und präsentierte gemeinsam mit den Nachwuchs-Models die neuesten Trends in Sachen Kinderschuhe. Zum Beispiel süße Lauflerner oder knallbunte Mini-Sneakers, alle mit dem charakteristischen roten Rüsseltier der Kinderschuhmarke. Im Interview erzählt die Moderatorin, die mit ihrem Mann, Künstler Julian Kohl, zwei Söhne hat (Lounis, 4, und Ilya, 2), wie sie ihre eigenen Kinder anzieht und verrät, worauf es bei Kinderschuhen ankommt. Sie verrät, wie sie Familie und Job unter einen Hut bekommt, ob weiterer Nachwuchs geplant ist und auch, warum sie ihren eigenen Kids manchmal „auf den Keks“ geht. 


Sie standen beim Shooting für elefanten mit Kinder-Models vor der Kamera und hatten dabei sichtlich Ihren Spaß. Was ist das Besondere daran, mit Kindern vor der Kamera zu stehen? 

Nazan Eckes: Ein Fotoshooting mit Kindern ist natürlich immer eine besondere Herausforderung. Es ist immer voller Überraschungen, da man vorher nie weiß, was die Kinder letztendlich machen. Man kommt mit einem Konzept zum Set und hat gewisse Vorstellungen davon, was passieren soll. Am Ende läuft dann alles ganz anders. Das ist aber auch das Schöne daran! Kinder sind so herrlich spontan, daher macht es besonders viel Spaß. Wir haben beim Shooting die neuen Schuhlinien vorgestellt, darunter auch eine mit besonderen Schuhen für Babys. Denn gerade Babyfüße, die irgendwann laufen lernen, sind besonders empfindlich und brauchen eine gewisse Freiheit im Schuh. Zudem gibt es besonders wasserabweisende Schuhe, die trotzdem atmungsaktiv sind. Wir haben außerdem beim „elefanten Kid’s Talk“ verschiedene Modelle unter die Lupe genommen und getestet. Dabei durften die Kinder Sohlen biegen und drehen, Füße messen und testen, ob bestimmte Modelle wasserdicht sind. Die Kinder haben uns total süß erklärt, was sie an Schuhen toll finden. Und auch wie ein Schuh nicht aussehen sollte und wodurch man Käsefüße bekommt.

 

Was war Ihr persönliches Highlight heute?

Nazan Eckes: Natürlich die Kinder! Sie sind heute die Stars! Erst dann komme ich. Wir haben hier einige sehr pfiffige Kids dabei, die plötzlich beim Interview Wort führten. Bei Kindern lasse ich mir das sehr gerne gefallen (lacht).

 

Sie sind selbst Mutter. War das hilfreich bei diesem Shooting?

Nazan Eckes: Das hat mir natürlich unheimlich geholfen, da ich weiß, wie Kinder in diesem Alter ticken und wie sie sprechen. Und ich weiß auch, wie man sie aus der Reserve locken kann und wie man sie zum Lachen bringt. Ich merke es auch, wann sie mal überhaupt keine Lust haben. Und natürlich auch bei den Gesprächen: Mein Großer ist vier Jahre alt und redet wie ein Wasserfall. Das hat mir bei der Vorbereitung geholfen, da ich weiß, dass ein Gespräch mit Kindern irgendwann zu einem Selbstläufer wird.

 

Haben Sie selbst noch etwas über Kinderschuhe gelernt?

Nazan Eckes: Auf jeden Fall. Zum Beispiel, dass man bei Kinderschuhen ganz besonders hinschauen muss. Jeder, der Kinder hat, weiß, dass man nicht ausschließlich nach der Optik gehen kann. Man muss besonders auf Qualität, Passform und Bequemlichkeit achten. Das ist sehr wichtig, denn Kinder machen darin die ersten Schritte und lernen darin laufen. Man kann orthopädisch so viel falsch machen. Umgekehrt kann man Kinder wunderbar unterstützen, wenn man ihnen die richtigen Schuhe kauft. Ich weiß jetzt genau, wie viele verschiedene Schuhformen es gibt, worauf man beim Schuhkauf achten muss und wie flexibel ein Schuh sein muss, wenn Babys zu krabbeln anfangen. Gerade kleine Kinder brauchen Schuhe, die den Füßen ganz viel Bewegungsfreiheit bieten, damit sich die Füße gesund entwickeln können. Regelmäßiges Messen ist das A und O. Die Schuhe müssen auf jeden Fall richtig passen und dürfen nirgends drücken.Und sie müssen atmungsaktiv sein. Die Kinder laufen teilweise sechs, sieben Stunden in dem Schuh. Insofern habe ich heute schon einiges dazugelernt.

 

Warum passen Sie und die Kinderschuhe perfekt zusammen?

Nazan Eckes: Ich bin selbst Mutter und weiß, wie wichtig es ist, dass ein Kinderschuh eine gute Qualität hat und man so sicher geht, dass der Kinderfuß und damit der ganze Körper sich gut entwickeln. Ich finde es aber auch sehr wichtig, dass sich jedermann gute Kinderschuhe leisten kann. Es kann nicht sein, dass qualitativ hochwertige Schuhe ausschließlich teuer sind. Jedes Kind muss einen guten Schuh haben können.

 

Wie halten Sie es mit dem Styling Ihrer eigenen Jungs? Was ist Ihnen wichtiger: dass es gut aussieht oder dass es praktisch und funktional ist?

Nazan Eckes: Ich gebe zu, dass ich durchaus darauf achte, dass die Sachen zusammenpassen. Ich mag es nicht, wenn es quietschbunt ist. Andererseits will man den Kindern natürlich fröhliche Farben nicht verweigern, nur um besonders stylish zu sein. Das mache ich auch nicht. Ich lasse ihnen einen gewissen modischen Freiraum. Es gibt bei Kindern verschiedene Phasen: erst kommen bei den Jungs die Bagger. Das heißt, dass auf jedem Shirt oder Pulli ein Bagger drauf sein muss. Dann kommt die Dino-Phase, dann die Superhelden-Zeit. In dieser Phase befinden wir und gerade. Meine Kinder lieben Kleidung mit Spiderman- oder auch Batman-Motiven. Nichtsdestotrotz versuche ich hin und wieder einzugreifen, damit es mit diesen Motiven nicht Überhand nimmt. Ich war wirklich erstaunt, dass Kinder bereits mit anderthalb bis zwei Jahren damit anfangen, sich Sachen selbst auszusuchen. Oder aber sich weigern, ein bestimmtes T-Shirt oder eine bestimmte Hose zu tragen. Dass das schon so früh losgeht, hätte ich nie gedacht.  Mein Großer ist vier Jahre alt - und wir diskutieren viel. Er trägt noch lange nicht alles was Mama gerne möchte.

 

Sie haben zwei Jungs. Wünschen Sie sich noch ein Mädchen? 

Nazan Eckes: Ich bin schon voll und ganz in die Welt meiner Jungs hineingewachsen: toben, wild hin- und herspringen... Als Jungs-Mama kann ich es mir eigentlich nicht mehr vorstellen, wie es mit einem kleinen, lieben Mädchen, das artig neben mir sitzt, wäre. Aber wenn ich Mädchen-Klamotten sehe, zum Beispiel süße Sandalen oder hübsche Kleidchen, dann denke ich manchmal schon ‚Das wäre wirklich süß gewesen‘. Aber ich bin sehr happy mit meinen beiden Jungs. Sie beschäftigen mich ordentlich.

 

Sie gehen auf Instagram sehr sparsam mit privaten Bildern um und posten nur ab und zu welche. Warum ist es Ihnen wichtig, die Familie aus der Öffentlichkeit weitgehend herauszuhalten?

Nazan Eckes: Es ist tatsächlich ein schmaler Grat und eine große Herausforderung, wenn man selbst in der Öffentlichkeit steht und andererseits seine Familie schützen möchte. Deswegen zeige ich niemals die Gesichter meiner Kinder. Ich möchte nicht, dass sie mit 16/17 dastehen und sich denken ‚Super, die ganze Welt kennt meine Kinderfotos. Ich wollte das nicht!‘. Wenn sie das später einmal möchten, dann sollen sie dies tun. Auf der anderen Seite möchte man natürlich sein Familienglück ein wenig teilen. Ich bestehe nun einmal mal nicht nur aus mir selber, sondern habe einen Mann und zwei Kinder. Ich habe eine ganz wunderbare, kleine Familie. Insofern hat man gelegentlich den Wunsch, ein bisschen von diesem Glück und seinem Leben zu zeigen. In der ersten Zeit waren wir, was das angeht, ganz streng und haben nicht einmal eine Hand der Kinder gezeigt. Irgendwann habe ich mich dazu entschlossen, ein bisschen was zu zeigen. So dass die Leute, die sich das anschauen, wissen, wie mein Leben aussieht und womit ich mich den ganzen Tag beschäftige. Und damit sie merken, dass es zum einen die Fernseh-Nazan und auf der anderen Seite die Mama-Nazan gibt. Und dass dies das echte Leben ist! Gleichzeitig möchte ich meine Kinder schützen. Ich glaube, wir haben einen ganz guten Kompromiss gefunden.

 

Wie bekommen Sie die berufliche und die private Nazan unter einen Hut? 

Nazan Eckes: Das steht und fällt mit der Organisation. Um es bildhaft auszudrücken: Wenn ich von der Arbeit komme, nehme ich das Make-up ab und lege die Glamour-Klamotten ab. Ich schlüpfe in meine Jogginghose oder in Jeans - wie jede andere Mutter auch. Und dann existiert das Zuvor in diesem Moment nicht mehr, denn das interessiert einen Zwei- und einen Vierjährigen nicht. Sie wollen dann ihre Mami für sich haben, spielen und essen… Das hat für mich dann auch absolute Priorität. Ich mache meinen Job unheimlich gerne, und das schon seit über 18 Jahren. Ich habe durch meine Arbeit viel gesehen und viele Menschen kennengelernt und ins Herz geschlossen. Ich liebe meine Arbeit! Aber meine Kinder liebe ich natürlich noch mehr. Daher haben sie immer Vorrang. Es ist ein Balance-Akt. Man muss sich unheimlich gut organisieren, Kompromisse machen und selbst zurückstecken. Für meinen Geschmack kommt zum Beispiel mein Sport viel zu kurz. Obwohl ich ein absoluter Movie-Junkie bin, war ich schon seit zwei Jahren nicht mehr im Kino. Ein schönes Abendessen nur mit meinem Mann ist etwas Besonderes. Früher waren wir jeden zweiten Abend aus. Heute ist es ein Highlight, wenn wir das einmal im Monat schaffen. Man lernt, zurückzustecken und seine eigenen Ansprüche hintenanzustellen. Aber man macht es gerne, weil alles andere nicht mehr so wichtig ist.

 

Wie organisieren Sie das an Tagen wie heute, an denen Sie den ganzen Tag auf Produktion sind? 

Nazan Eckes: Wir haben eine sehr gute und liebe Freundin, die auf die Kinder aufpasst. Hin und wieder übernehmen auch meine Mutter oder meine Schwester die Kinderbetreuung. Wir haben ein wunderbares und gut funktionierendes Familienkonstrukt geschaffen, bei dem jeder einspringt. Aus diesem Grund kann ich meiner Arbeit nach wie vor nachgehen. Wenn ich das Gefühl hätte, meine Kinder ständig abschieben zu müssen, hätte ich ein großes Problem. Ich muss mir immer sicher sein, dass meine Kinder in guten Händen sind, dass es ihnen gut geht und dass sie happy sind. Wenn ich mal viel arbeite, dann bleibt mein Mann oft zuhause – und umgekehrt. Wir versuchen, es immer so einzurichten, dass die Kinder auf keinen Fall zu kurz kommen. Worauf ich ebenfalls achte: wenn ich eine sehr produktionsintensive Zeit habe, dann nehme ich mir danach immer mindestens drei bis vier Tage, an denen ich nur daheim und nur für die Kinder da bin. Ich hole sie dann von der Kita ab und wir machen gemeinsam ein schönes Nachmittagsprogramm.

 

Eine wunderbare Familie und einen wunderbaren Job. Besser geht es doch nicht, oder?  

Nazan Eckes: Ich habe eine tolle Familie. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass ich ein schönes Leben habe. Das mache ich mir jeden Tag aufs Neue bewusst! Für mich ist nichts selbstverständlich und ich bin niemand, der blind durch die Gegend läuft und sich denkt, hach, alles ist schön‘. Ganz im Gegenteil! Ich schaue sehr viel nach links und rechts. Ich möchte immer mitbekommen, was draußen noch alles passiert, wo es einen Mangel gibt und wo ich vielleicht noch etwas tun kann. Ich versuche auch, meinen Kindern das Bewusstsein mitzugeben, dass es nicht allen Kindern so gut geht. Wir bremsen sie ein, wenn sie noch ein Spielzeug und noch eines wollen. Ich bin ein sehr realistischer Mensch. Ich versuche natürlich, das unfassbare Glück, das ich habe, festzuhalten. Ich gehe aber nicht mit Scheuklappen durchs Leben. Gerade in der heutigen Zeit kann man sich das nicht erlauben. Trotzdem denke ich mir manchmal: ‚Danke, lieber Gott. Das ist alles so schön. Meine beiden Kinder machen mich so happy!‘. Ich weiß das sehr zu schätzen.

 

Wenn man jetzt Ihre Kinder fragen würde, was für eine Mama Sie sind, was glauben Sie würden sie antworten? 

Nazan Eckes: Hier kann ich meinen vierjährigen Sohn zitieren, der oft sagt ‚Mama, du bist so hektisch!‘. Nämlich dann, wenn ich ihn manchmal ganz schnell für die Kita anziehen muss, da ich dann selbst ganz schnell weitermuss. Ich mache dann alles wie im Zeitraffer. Und das geht ihm, glaube ich, manchmal richtig auf den Keks… (lacht)

 

Andrea Vodermayr

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