Mietpreisbremse 2015 — Das bringt sie wirklich

© istock.com/sharrocks Die Warmmieten werden trotz Mietpreisbremse nicht bedeutsam sinken.

Seit ein paar Tagen ist das Gesetz zur neuen Mietpreisbremse in Kraft getreten. Viele wissen aber noch gar nicht so genau, was das eigentlich heißt. Welche Vorteile sich für Mieter wirklich ergeben, erklären wir hier.

Eingrenzung der Mieterhöhungen

Ein Punkt der Mietpreisbremse ist die Eindämmung der Erhöhungen bei Mieterwechseln. Das neue Gesetz sieht vor, dass die Wohnungsmieten um maximal 10 Prozent teurer als vergleichbare Objekte angeboten werden dürfen. So soll dem rasanten Anstieg der Mieten gerade in Ballungsräumen wie Universitätsstädten entgegengewirkt werden. Diese Bremse können die einzelnen Länder selbst über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren für spezielle Gebiete festlegen.

Ausnahmen: Davon ausgenommen sind allerdings Neubauten, die zum ersten Mal vermietet werden. Ebenso bei komplett modernisierten Wohnungen greift die Begrenzung nicht, da man sonst befürchtet, dass keine Renovierungsarbeiten seitens der Vermieter mehr vorgenommen werden. Ab welchem Umfang eine Modernisierung als umfangreich und damit von der Bremse ausgeschlossen gilt, wurde bis jetzt nicht klar festgelegt.

Maklerkosten

Eine erhebliche Erleichterung für Wohnungssuchende soll die Neuregelung bezüglich der Maklergebühren bringen. Anders als bisher muss diese nun von der Person gezahlt werden, die den Makler auch beauftragt hat. Das bedeutet, möchte ein Vermieter sich nicht selbst auf die Suche nach einem neuen Mieter machen, sondern lässt die Besichtigungen über ein Maklerbüro abwickeln, dürfen diese Kosten nicht an den neuen Mieter abgewälzt werden. Die Maklerprovision soll künftig zwei Nettokaltmieten nicht übersteigen.

Nebenkosten bleiben hoch

Trotz der Vergünstigungen kommt es nicht zwangsläufig zu einer Entlastung der Mieter, denn die Nebenkosten steigen konstant an. Der Deutsche Mieterbund hat einen durchschnittlichen Betriebskostenbeitrag von 2,50 € pro Quadratmeter errechnet und erwartet weitere Steigerungen.

Strom und Wasser sind in vielen Warmmieten noch nicht enthalten. Das gibt den Mietern die Möglichkeit, sich hier nach den günstigsten Anbietern umzugucken, um das größtmögliche Sparpotential ausfindig zu machen. Mithilfe eines Online-Stromrechners können Sie hier die besten Angebote miteinander vergleichen.

Verantwortungsvoller Umgang hilft, Kosten zu senken

Wer im Haushalt wirklich sparen will, sollte versuchen, gerade an den steigenden Nebenkosten einzusparen. Sowohl Energie- als auch Wasserkosten können bei verantwortungsvollem und aufmerksamen Umgang gesenkt werden: Lassen Sie Ihre Geräte nie auf Stand-by stehen, sondern schalten Sie immer alles komplett aus. Außerdem sollte Sie die Verwendung von energiesparender LED-Beleuchtung in Betracht ziehen.

Lassen Sie beim Zähneputzen auch immer das Wasser laufen? Viele Menschen müssten dies bejahen und verursachen dabei unnötige Wasserkosten, die sich leicht einsparen lassen. Und auch unter der Dusche kann man mit dem Abdrehen des Wasserhahns während des Einseifens den Wasserverbrauch deutlich senken.