Kahnaletto - Terassenufer

Nun, vielleicht ist man als Kritiker mit der Zeit auch einfach verwöhnt. Aber früher wurden wir als Gast in der Dresdner Restaurantszene auch viel mehr verwöhnt.b Läuft es überall so gut, dass man nicht mehr hofiert werden muss? Oder sind wir so inkognito, dass man uns Parpadelle gedenkt erklären zu müssen? Auf dem Theaterkahn direkt auf der Elbe in unmittelbarer Nachbarschaft zur Semperoper ist immer noch das gleiche Betreiberduo wie vor Jahrzehnten aktiv. Im Gegensatz zu früher kommt bei ihnen aber nicht mehr die Leidenschaft und der Esprit rüber. Sie scheinen müde, beraten und servieren leise, schulmeisterhaft, genervt, fast schon herablassend. Das Essen rechtfertigt das in keinster Weise. Miniportionen und fader Geschmack. Langweilig!

 

Probiert wurde: Spargelsuppe für 7,50 Euro, Mozarellamit Tomaten für 9,50 Euro, große Portion Casareccia für 14,00 Euro, große Portion Ravioli für 12,50 Euro, Grog für 3,50 Euro, Saft 0,2l für 2,80 Euro, Cola für 2,50 Euro