Johanna Klum, Moderatorin des Semper-Opernballs 2013: Mit Schönheit,Glamour und Klassik

Opernball-Moderatorin Johanna Klum Foto: Digital Foto Professionell

Während Johanna Klum genüsslich am Spekulatius kaute, plauderte sie über Lampenfieber, fremde Männer in ihrer Wohnung, Talente, Stefan Raab, Elton und ihre erste Moderation beim SemperOpernball.

Wie gut kennen Sie Dresden?
Klum: Natürlich war ich schon oft in Dresden, gerade weil die Entfernung
nach Berlin nicht groß ist. Aber ich muss sagen, die Pracht dieser Stadt überwältigt mich jedes Mal. Allein die Architektur beeindruckt mich unglaublich. Die Stadt ist einfach zauberhaft.

Nun moderieren Sie das bekannteste Ereignis der Stadt. Was verbinden Sie mit dem SemperOpernball?
Klum: Über diese Möglichkeit freue ich mich sehr. Oft überlege ich erst einmal, ob ein Angebot zu mir passt, aber hier zögerte ich keine Sekunde. Es war mir eine Herzensangelegenheit. Der Dresdner SemperOpernball ist ein Begriff.
Ich verbinde mit ihm Schönheit, Glamour und Klassik. Das ist absolut meins!


Und Ihr Co-Moderator Gunther Emmerlich?
Klum: Wir kannten uns vorher nicht, aber hatten sofort einen Draht zueinander. Er ist ebenso spontan wie ich, reagiert auch nach Bauchgefühl.
Unsere Ideen für den Abend haben wir dann gleich persönlich in meiner Berliner Wohnung besprochen. Mehr Sympathie geht wohl kaum. Sogar für eine gemeinsame Tanzeinlage passen wir größenmäßig sehr gut zusammen.


Tanzen Sie gern?
Klum: Ich bin durchaus gerüstet. Es ist zwar schon eine Weile her, aber damals habe ich das Goldene Tanzabzeichen erreicht.


Haben Sie vor Auftritten Lampenfieber?
Klum: Wenn mir etwas am Herzen liegt, immer. Vor jeder großen Show bin ich wahnsinnig aufgeregt. Das legt sich aber nach den ersten Sätzen ganz schnell. Ich kann mich dabei einfach immer auf mich verlassen. Gerade beim Moderieren mit Stefan Raab, weiß man nie, was passieren wird. So eine Live-Show ist bis zu einem gewissen Grad auch unberechenbar. Aber genau das finde ich herausfordernd. Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen. Detailliertes
Vorbereiten ist nichts für mich, ich entscheide mich sehr häufig intuitiv.


Apropos Stefan Raab. Wie ist er hinter den Kulissen?
Klum: Genauso wie davor! Er ist so, wie er sich im Fernsehen gibt. Geradeheraus, direkt, frech und ein leidenschaftlicher Macher und Musiker. Er kann Menschen auch klar zu verstehen geben, wenn er sie nicht mag. Wir verstehen uns jedoch hervorragend. Die Arbeit mit meinen drei Chaoten Stefan, Elton und Simon ist immer so witzig, dass ich aufpassen muss, mich vor lauter Lachen auch auf meine Moderation zu konzentrieren.


Welches Kleid tragen Sie zum SemperOpernball?
Klum: Kilian Kerner ist ein brillanter Designer und Freund von mir und seine Kleider sind umwerfend. Seine Kreationen sind maßgeschneiderte Unikate. Auch ich komme nicht oft in den Genuss, ein Ballkleid zu tragen und freue mich
daher umso mehr über diese Möglichkeit.

 

Wer ist Ihre Begleitung zum Ball?
Klum: Meine Eltern sind ebenfalls große Klassikfans und der Ball ist ganz nach ihrem Geschmack. Natürlich können sie mich nicht jedes Mal begleiten. Der SemperOpernball ist mir sehr wichtig, deshalb möchte ich das gern mit ihnen teilen.

 

Wenn Sie sich einen prominenten Gast aussuchen könnten, wer wäre Ihr Star auf dem Ball?
Klum: Joachim Gauck – mit dem würde ich mich wirklich gern einmal unterhalten. Er ist eine Persönlichkeit mit Format. Ich hatte auch schon das Vergnügen, David Garrett zu treffen. Auch er passt hervorragend zum SemperOpernball. Nicht nur, dass er wunderbare Musik spielt, er ist auch ausgesprochen charmant und eine Bereicherung für jedes Programm. Er ist
sympathisch, sowohl auf als auch hinter der Bühne, eben auch so, wie er im Fernsehen rüberkommt.


Sie engagieren sich für gutes Fernsehen. Wie sieht für Sie gute Unterhaltung aus?
Klum: In erster Linie sollte es dem Zuschauer erlaubt sein, Unterhaltung dort zu erwarten, wo sie angekündigt wird. Also ohne ein Umlenken auf ernste Themen. Unterhaltung kann ruhig locker sein und sollte dazu beitragen, dass sich Menschen wohlfühlen. Sie muss die Welt nicht immer neu erfinden. Eigene Kreationen von Künstlern empfinde ich auch als gute Unterhaltung. In meiner Show „Dein Song“ können junge Talente ihre eigenen Lieder vortragen, Lieder, in denen Herz steckt und die auch entsprechend vorgetragen werden.

 

Johanna, was hat Sie das Leben gelehrt?
Klum: Dass alles immer anders kommt als erwartet, und dass das auch gut so ist. Ich hätte nie gedacht, dass ich mit 23 einmal eine erfolgreiche Band haben werde. Auch dachte ich immer, dass ich wie meine Mutter mit 30 mein erstes Kind haben würde. Nun bin ich 32 und ein Kind ist Millionen Jahre weit weg. Alles ist gut so wie es ist und ich kann so viele interessante Projekte verfolgen, die mich bereichern. Ich bin in der privilegierten Situation, dass die Dinge in meinem Leben meist gut liefen, auch wenn ich sie anders geplant oder erwartet hatte. Das schätze ich mittlerweile als etwas sehr Positives.