Möglichst nichts auslassen

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Schauspielerin Iris Berben über Sneakers, Zeitgeist und coole Großmütter


Sie zählt nicht nur zu den meist beschäftigten Schauspielerinnen Deutschlands, sondern auch zu den best angezogenen: Iris Berben. Wir haben die Grande Dame des deutschen Films zum Interview getroffen.

 

Welche Projekte haben Ihnen besonders Spaß gemacht?

Berben: Die Dreharbeiten für den zweiten Teil eines Kinderfilms: „Conni & Co“. Til Schweiger führte Regie, in weiteren Rollen waren Emma Schweiger und Heino Ferch zu sehen. Ich spielte eine leicht anarchistische Großmutter. Der Film zeigte, dass eine Großmutter nun einmal nicht immer im grauen Dutt dasitzen muss, sondern richtig im Leben steht.

 

Was würden Sie als Ihr persönliches Karriere-Highlight bezeichnen?

Berben: Wenn man in dem Alter ist, in dem ich jetzt bin, dann kann ich nur Folgendes sagen: Schön sind die vielen Jahrzehnte, in denen ich in einem Beruf bin, den ich liebe, achte und sehr respektiere. Dass ich da immer noch dabei bin, dass ich immer noch ein Gewicht habe, mit dem was ich mache, finde ich toll. Das ist etwas Außergewöhnliches in einem Beruf, der sehr viel mit Schnelllebigkeit zu tun hat. Sich zu wandeln und bereit zu sein, weiterzuwachsen und weiterzugehen, das ist für mich wichtig.

 

Welchen Stellenwert hat Mode in Ihrem Leben?

Berben: Einen sehr großen Stellenwert. Ich habe auch durch meinen Beruf sehr viel mit Mode zu tun: Wie bringe ich eine Figur zum Leben? Ein Kleid kann vieles erzählen. Mode ist ein Teil des Zeitgeistes und der Kultur, deshalb hat sie eine große Bedeutung. Man kann mit Mode Stimmungen ausdrücken. Es gibt Anzüge, die sagen: ,Rühr’ mich nicht an!` Und es gibt Kleider mit der Botschaft: ,Schaut alle her!` Mode hat viel mit einer Stimmung, aber auch mit Respekt zu tun.

 

Haben Sie ein Lieblings-Outfit?

Berben: Ein Kleid, das mich an meine gute alte Hippie-Zeit erinnert. Es ist ein weit geschnittenes Kleid in einer wunderbaren Farbe, die für mich Sommer bedeutet. Barfuß gehen, Kette oder lange Ohrringe dazu und die Haare offen tragen. Das einzige Make-up ist ein Lachen im Gesicht. Das ist ein Kleid, in das ich mich auf Anhieb verliebt habe. Ich mag Dinge ohne Schnörkel, dafür mit klassischen Formen.

 

Wie kleiden Sie sich privat?

Berben: Mein Stil hat sich nochmal verändert, seit ich vor 15 Jahren meinen Hund Paul bekommen habe. Da fing das Zeitalter der flachen Schuhe an, was dann ja wieder zu einer großen Mode wurde: sich für das Bequeme zu entscheiden. Ich mag Turnschuhe - die heute Sneakers heißen - weil man sie zu allem tragen kann, egal ob zum Kleid oder Hosenanzug. Im Alltag bin ich eher der Hosenmensch. Hosen und Blusen habe ich unzählige zum Variieren. Das ist ein Basic-Look, mit dem man immer klar kommt. Ich liebe aber auch meine Boyfriend Jeans.

 

Was darf in Ihrer Handtasche niemals fehlen?

Berben: Auf jeden Fall ein Spiegel, ein Lippenstift und so viel Bargeld, dass ich auch einmal schnell verschwinden könnte.

 

Was ist Ihr Lebensmotto?

Berben: Möglichst nichts auslassen.                  

 

Andrea Vodermayr

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