In den Herbstferien auf Reisen unterwegs - Was tun bei Kartenverlust?

Viele Dresdner nutzen die letzten schönen Tage im Herbst nochmal, um sich eine Auszeit zu gönnen, bevor das "Jahresendgeschäft" und der Vorweihnachtsstress beginnen. Selbst wenn bei uns der November graut, gibt es immer noch jede Menge schön Reiseziele, wo die Sonne scheint und angenehme Temperaturen herrschen.

Leider bleibt die Urlaubsfreude nicht immer ungetrübt - zum Beispiel, wenn die Kredit- oder EC-Karte abhanden kommt. Dann stellt sich die Frage, was tun? Kaum etwas ist so unangenehm, wie auf Reisen nicht mehr "flüssig" zu sein. Schließlich fallen ständig Zahlungen an - bei Hotelübernachtungen, im Restaurant, für den Mietwagen usw. Hinzu kommt die Angst, dass ein Dritter die Karte missbrauchen könnte. Auf jeden Fall gilt: Nicht in Panik verfallen.

Erst einmal suchen - die Karte schnell sperren!

Oft wurde die Karte nur verlegt und taucht wueder auf. Deshalb empfiehlt sich als erstes, Kleidung, Taschen, Gepäck oder das Hotelzimmer gut abzusuchen. Als nächstes sollte sich die Frage nach dem letzten Einsatz der Karte gestellt werden, Eine Erkundigung vor Ort bringt schnell Klarheit, ob man die Karte wiedererlangt oder nicht. Ist letzteres der Fall, ist unverzügliches Handeln angesagt.

Die Kartensperrung ist dann der nächste Schritt. Dafür genügt ein Anruf. In Deutschland gibt es dafür den zentralen Sperr-Notruf, der auch aus dem Ausland angewählt werden kann (Tel: +49 116 116 und +49 30 4050 4050 - R-Gespräch aus dem Festnetz). Die Kartenanbieter haben darüber hinaus eigene Sperr-Rufnummern. Besteht die Vermutung, dass die Karte gestohlen wurde, empfiehlt sich eine Polizei-Anzeige - allein schon der versicherungstechnischen Abwicklung wegen (möglichst die Anzeige bescheinigen lassen!). Bei Polizei-Anzeigen im Inland kann gleichzeitig über eine sogenannte KUNO-Meldung der Missbrauch der Karte an POS-Terminals (bargeldlose Verkaufsstellen) verhindert werden.

Wege, wieder an Bargeld zu kommen

Mit der Sperrung ist die Frage der Zahlungsfähigkeit noch nicht geklärt. Auch dafür gibt es Lösungen. Die Ausstellung einer Ersatzkarte ist zwar möglich, dauert aber gerade bei Auslandsreisen oft zu lange und ist außerdem mit Gebühren verbunden. Viele Kartenunternehmen bieten einen Notfall-Bargeldservice an, der auch ohne Karte funktioniert. Allerdings sind die erhältlichen Beträge begrenzt.

Eine andere Möglichkeit bilden Blitzüberweisungen ins Ausland über Verwandte oder Freunde von zu Hause. Allerdings kann dieser Service teuer werden. Das hängt ganz davon ab, in welches Land die Überweisung erfolgen soll.  Eine günstige digitale Alternative dazu bietet Azimo. Dort kann man sich online gegen vergleichsweise geringe Gebühr Geld überweisen lassen, sogar aufs Handy - was besonders praktisch ist, wenn keine Auszahlstelle in der Nähe ist. 

Auch wenn der Kartenverlust ärgerlich ist: Es gibt glücklicherweise Möglichkeiten, um wieder an Bargeld zu kommen und den Urlaub erholt fortsetzen zu können.