Hochzeit in der Frauenkirche

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Die Frauenkirche ist das Wahrzeichen Dresdens schlechthin. Durch ihre Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und ihren erfolgreichen Wiederaufbau erlangte der Monumentalbau Weltberühmtheit. Jeden Tag strömen Touristen aus aller Herren Länder zum Neumarkt, um die Kirche zu bewundern. Manche Besucher sind von dem imposanten Gebäude sogar dermaßen beeindruckt, dass sie darin heiraten wollen. Aber geht das auch?

Tatsächlich haben Paare die Möglichkeit, sich in der Frauenkirche das Eheversprechen zu geben. Da die Trauung eine Amtshandlung in einer evangelischen Kirche ist, muss wenigstens einer der Eheleute Mitglied der evangelischen Gemeinde sein – denn es werden auch konfessionsverschiedene Paare getraut. Eine weitere Voraussetzung ist, dass Paare vor der kirchlichen Trauung bereits standesamtlich geheiratet haben und das zuständige Pfarramt (Dimissoriale) der Hochzeit in der Frauenkirche zugestimmt hat.

Die Eheringe kann sich das Paar auch mit Bezug zu Dresden kaufen, zum Beispiel beim Juwelier Wempe in Dresden – er liegt an der Frauenkirche 20 (also direkt um die Ecke) und bietet eine große Auswahl an hochwertigem Schmuck. Anschließend muss noch ein Termin für die Hochzeit gefunden werden: In dem Monumentalbau werden Trauungen nur samstags um jeweils 11 Uhr und 13 Uhr durchgeführt, die im Vorfeld festgelegt werden müssen. Die Termine vergibt ausschließlich das Pfarrbüro der Frauenkirche.

Aufgrund der hohen Nachfrage werden die Termine bereits ein Jahr im Voraus vergeben. Wer 2016 in der Frauenkirche heiraten möchte, kann sich ab dem 1. Januar 2015 für einen Termin im ersten Halbjahr und ab dem 1. Juli für das zweite Halbjahr des Folgejahres bewerben. Eine Garantie dafür, dass man einen Termin bekommt, gibt es an dieser Stelle leider nicht. Das sollte jedem Brautpaar bewusst sein, das gerne in einem Wahrzeichen Dresdens heiraten möchte. Alternativ sollten sie sich deshalb einen Plan B zurechtlegen – oder viel Zeit mitbringen!

Hinweis: Wer einen Termin bekommen sollte, muss seine zuständige Kirchengemeinde, der er angehört, darüber informieren. Diese muss dem Wunsch, in der Frauenkirche zu heiraten, zustimmen, und anschließend dem Mitglied ein sogenanntes Dimissoriale (Überweisung) ausstellen.

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