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Hansi Hinterseer (55), Sänger und Entertainer

Dresden ist spannend, findet Hansi Hinterseer. Er ist einer der Exportschlager des Tourismusgiganten Österreich und wird bald wieder im Dresdner Kulturpalast zu erleben sein. Der ehemalige Ski-Rennläufer lädt dann musikalisch zur Wanderung ins Gebirge ein. Seine naturverbundene Art zieht viele in den Bann. Sie vergessen bei seinen Liedern den Stress und genießen die Schönheit.

Schon den Weg von der Alm zur Schule in der Stadt legte Hinterseer auf Ski zurück. Sein Vater betreute ihn im Ski Club der Stadt, war er doch selbst Olympiasieger im Slalom. So war Hansis Karriere als Ski-Rennläufer vorgezeichnet, während er bereits in seiner Schulzeit viele Siege im Slalom errang. Mehrfach gelangte er unter die Top Ten im Riesenslalom und nahm sogar an den Olympischen Spielen in Innsbruck teil. Mit 24 Jahren wurde er Profiskiläufer und 1982 sowie 83 Profiweltmeister in der Abfahrt. Wenig später heiratete er und ist er inzwischen zweifacher Vater.

1993 als Volksmusikant entdeckt, produzierte er kurz darauf seine erste Single „Du hast mich heut´noch nicht geküsst“. Inzwischen avancierte er zum Entertainer, trat als Schauspieler auf und wurde mehrfach mit der „Krone der Volksmusik“ ausgezeichnet.

Bald steht er wieder vor den Dresdnern im Kulturpalast. Er findet den denkmalgeschützten Kulturpalast schön und tritt gern in der Halle auf, in der er viel Publikum hat. Das Ambiente der Altstadt findet er wunderschön und ist fasziniert, wie die Dresdner die Trümmer der Frauenkirche sortiert und Jahr für Jahr die Kirche aufgebaut haben. „Es ist einfach unglaublich, was sich da getan hat“, findet er. Dabei ist er kein Stadtmensch.

Wenn er lange in der Stadt sein muss, zieht es ihn heim. Zu spazieren, Sport zu treiben und die Natur zu genießen, tut ihm gut. Er ist glücklich darüber, dass er in den Bergen geboren und in der Natur aufgewachsen ist, fühlt sich aber in jeder Landschaft wohl, egal ob Meer oder Gletscher.

Mit Heimat verbindet er Zuhause und Wohlgefühl. „Das ist viel. Wenn man das hat, ist man ein glücklicher Mensch“, erklärt er. Er ist erzogen worden, anständig und ehrlich zu sein. Damit fährt man am besten, weiß er. „Es bewahrheitet sich immer wieder und ist langfristig richtig, je mehr ich mit den Menschen umgehe: Den Leuten nichts vormachen. Man muss ehrlich auch zu sich selber sein. Ob der Gegenüber ehrlich zu einem ist, spürt man, wenn er einem auch in schweren Zeiten bei menschlichen Schwierigkeiten hilft und auf die Schulter klopft.“

Christine Salzer