Graffiti-Star Blek le Rat begeisterte Münchner VIPs

Erst Banksy, jetzt Blek Le Rat! In der Galerie Kronsbein in der Wurzerstraße im Herzen der Stadt wurde jetzt die Ausstellung „Blek le Rat – The Man who walks through the Walls“ des berühmten französischen Graffiti-Künstlers Blek le Rat eröffnet (zu sehen bis 12. November).

 

Galerist Dirk G. Kronsbein sorgt damit, nach dem großen Erfolg der Banksy-Ausstellung im Sommer, für das nächste Kunst-Highlight an der Isar. „Auf den „King of Urban Art“ folgt nun der „Urvater der Schablonen Kunst“. Es ist die erste Einzelausstellung von Street-Art Pionier Blek le Rat in Deutschland. Die enorme positive Resonanz der Banksy-Ausstellung  - wir hatten weit über 3500 Besucher aus aller Welt - war ein Grund mehr, das Thema „Urban Art“ weiter aufzugreifen. Der Zusammenhang zwischen Banksy und Blek le Rat ist leicht zu erklären, denn Banksy sagte einst selbst: ‘Jedes Mal, als ich dachte ich würde etwas Originelles an die Wand sprühen, fand ich heraus, dass Blek le Rat es bereits schon lange vor mir getan hatte - um genau zu sein, schon 20 Jahre früher’“, so der Galerist, der gemeinsam mit seinem neuen Galeristen Valeri Lalov rund 300 Gäste beim Opening begrüßen konnte. Allen voran Blek le Rat, der mit seiner Frau Sybille eigens in die bayerische Metropole gekommen war. Und sorgte bereits um 14 Uhr mit einer besonderen Kunst-Auktion für Furore: er sprühte gegenüber der Galerie Kronsbein in der Wurzerstrasse das Motiv The man who walks through the walls an eine Hauswand – als ein Geschenk für die Stadt München. Der Künstler heißt mit „richtigem“ Namen Xavier Prou und wurde 1951 in Paris als Sohn einer Künstlerfamilie geboren. Er zählt heute zu einer der bedeutendsten Figuren der Street Art Geschichte. Er zeigte sich glücklich über seine erste Einzelausstellung in Deutschland: „Ich bin glücklich, meine Kunst in Deutschland vorzustellen: ein Land, das ich seit 25 Jahren regelmäßig besuche und schätzen gelernt habe. Wir wurden großartig von der Galerie Kronsbein und den Münchnern empfangen.“  Le Rat studierte Grafik und Architektur in Paris an der „Ecolé des Beaux Arts“. Während seines Studiums reiste er im Jahr 1971 mit einem amerikanischen Studienfreund nach New York, wo er zum ersten Mal mit der Graffiti-Kunst in Berührung kam. Er versuchte zunächst, freihändig zu sprühen, was jedoch in seinen Augen fehlschlug: „So kam ich auf die Schablonen, die ich in meiner Kindheit in der italienischen Stadt Padua gesehen hatte. „In der Graffiti-Kunst sah ich die Möglichkeit, wenn nicht sogar die Freiheit, das auszudrücken, was ich immer mitteilen wollte“, so Le Rat, der von seiner Frau Sybille Prou (und auch seinem Sohn Alexandre) begleitet wurde. Einer Deutschen, die er in Leipzig kennen lernte und die maßgeblich am Entstehen eines seiner berühmtesten Kunstwerke beteiligt war: Er widmete ihr das im Jahr 1991 entstandene Schablonengraffito „Madonna mit Kind“, das Anfang 2012 in Leipzig wiederentdeckt wurde: Es war jahrelang von Plakaten überklebt und somit konserviert worden. Das Werk wurde vom Künstler restauriert und gilt als das älteste erhaltene Werk dieser Art von Blek le Rat.Die Gäste konnten insgesamt 14 Werke auf Leinwand und Holz bewundern, außerdem zwei Original-Siebdrucke – den „David“ mit Kalaschnikoff und den „Beggar” -  sowie eine neue deutsche Version des „The Man who walks through the Walls“, nach dem die Ausstellung benannt ist. „In jedem Land der Welt, das Blek le Rat bereist, hinterlässt er seinen „Mann, der durch Wände geht“. Anlässlich der Ausstellung hier hat sein Printstudio eine Edition von Siebdrucken des „The Man Who Walks Through The Walls“ mit der deutschen Flagge produziert“, so Dirk G. Kronsbein. Die Ratte gilt als Blek le Rat’s Markenzeichen, und diese gibt es auch in der Galerie Kronsbein zu sehen. „Die Auswahl der Werke, welche ausgestellt werden, sind ein Querschnitt seines Schaffens“, so Dirk Kronsbein. „Sie zeigen Blek le Rats bekannteste Figuren und sein gesamtes stilistisches Repertoire, von klassischen Schwarz-Weiß-Arbeiten, über aufwendige Mischtechniken, sogenannte „Mixed Media Arbeiten“. Weitere Kunstwerke: Der „Running Man”, eines seiner ersten großformatigen Werke aus den frühen 80er Jahren, das einen Mann und dessen Einsamkeit in der Anonymität der Stadt Paris beschreibt, „The Last Tango in Paris” als Ode an all die Künste, die auf der Straße zelebriert werden, „Rhapsody in Rot“ - eine Hommage an den italienischen Maler Guido Reni sowie Blek le Rat’s Version des David, der allein gegen Goliath kämpfte und der eine Kalaschnikow AK-47 anstelle der Steinschleuder trägt.

 

Begeistert zeigten sich: Schauspielerin Sunnyi Melles mit Mann Peter Prinz zu Sayn-Wittgenstein, Moderator Frederic MeisnerRoger Fritz und Margit Friedrich, Eva Maria Prinzessin von PreussenStefan Schaffelhuber, PR-Lady Charlotte von Oeynhausen (hatte die Veranstaltung mitorganisiert), PR-Lady Uschi AckermannKatrin Gräfin von HallwylMoritz Freiherr von Crailsheim, Foto-Künstler Johannes Weinsheimer, Unternehmerin Judith EpsteinJay C. Foster(Sohn von Sir Norman Foster), uvm.    

 

Text: Andrea Vodermayr