Glücklich in Dresden

Foto: Juergen Jeibmann

Stöckert Immobilien verwaltet und verkauft seit über 20 Jahren erfolgreich Immobilien

Eine schmale Brücke, gespannt über den Innenhof, führt Besucher in die Büroräume. Hier arbeitet Sylvia Stöckert zusammen mit ihrem achtköpfigem Team. "Angefangen haben wir 1993 am Bahnhof Mitte. Damals noch mit drei Mitarbeitern", erzählt die schlanke Frau mit den dunklen Haaren. Bereits nach einem Jahr begann sie, Häuser nicht nur zu verkaufen, sondern auch zu verwalten. Inzwischen kümmert sie sich um ungefähr 80 Mietshäuser und Wohnanlagen in und um Dresden. "Als Verwalterin ist man das Bindeglied zwischen Vermietern und Mietern. Ich arbeite als Vermittler zwischen diesen Parteien. Als wir vor 20 Jahren mit der Verwaltung anfingen, war das ein neues Feld. Die ersten Häuser von damals verwalte ich heute noch", so die Diplom-Immobilienwirtin. Als Verwalterin kümmert sie sich hauptsächlich um die Betreuung von Wohnungseigentümergemeinschaften, Hausgeldabrechnungen und ist auch Ansprechpartnerin bei Reparaturen und anderen Problemen. Zwar nimmt die Hausverwaltung den größten Teil ihrer Arbeit ein, doch auch Maklerin zu sein, bereitet ihr viel Freude. "Ich habe in einer Immobilienfirma angefangen, ehe ich mich selbstständig machte. Ich bin Maklerin aus Leidenschaft", so die Mutter einer Tochter. Sie kennt den Markt, weiß worauf die Kunden Wert legen. Aber "Als Maklerin hat man ein Haus, das soll man verkaufen und dann ist es weg. Als Verwalterin betreut man das Haus weiter. Auch das ist spannend."

„Die Immobilienbranche ist immer noch einer Männerdomäne.“

Am Markt, so glaubt sie, hebt sie sich schon dadurch ab, dass sie eine Frau ist. "Ich denke gerade zu Beginn der Karriere haben es Frauen schwerer. Die Immobilienbranche ist eine Männerdomäne." Immobilien haben immer etwas mit Bauen zu tun und das übernehmen nun mal hauptsächlich die Männer. Zudem netzwerken sie besser und treffen sie sich leichter am Abend auf ein Bier um Geschäfte zu besprechen. Das machen Frauen nicht. Nach 20 Jahren im Geschäft habe sie aber den vermeintlichen Wettbewerbsnachteil durch Erfahrung ausgeglichen. Das sehen auch ihre Kunden so. "Wir müssen keine Akquise machen. Die Kunden kommen zu uns. Es spricht sich herum, dass ihre Gebäude bei uns in guten Händen sind." Die Ur- Dresdnerin kennt die Stadt genau. "Mich fasziniert, wie sich Dresden entwickelt hat", erzählt sie. In den 90er gab es einen großen Immobilien-Boom, der erst in den 2000er wieder abebbte. "Inzwischen hat sich Dresden stabilisiert. Es ist klar, in welcher Gegend Wohnen teuer oder günstig ist." Der Konkurrenz tritt sie gelassen entgegen. "Man versteht sich mit den Kollegen, die so lange im Geschäft sind wie ich. "Gemeinschaftsgeschäfte sind keine Seltenheit", so Stöckert. Als Maklerin geht sie mit einem anderen Auge durch ihre Stadt. "Ich bin eine große Dresden-Liebhaberin. Es verblüfft mich immer wieder, was für wunderschöne Häuser wir hier haben", erzählt sie weiter. Ihr Unternehmen führt sie nicht mit eiserner Hand. "Ich bin gerecht zu meinen Mitarbeitern. Klar habe ich eine genaue Vorstellung in meinem Kopf, wie Dinge geregelt werden sollen. Diese setze ich auch durch. Sie kommen aber auch aus 20 Jahren Erfahrung. "Es macht mich jedes Mal stolz, in mein Büro zu kommen und zu sehen, was meine Mitarbeiter gemeinsam mit mir aufgebaut haben." Für die Zukunft habe sie nur einen Wunsch. "Ich bin glücklich, mein Unternehmen hier in Dresden zu haben. Ich wünsche mir, es so stabil halten zu können und vielleicht in 10 bis 15 Jahren einen geeigneten Nachfolger zu finden. Dabei möchte ich weiterhin meine Kunden zufrieden stellen und für sie da sein."