Ein Original hatte Geburtstag

Der Tag begann mit einer Überraschung. Manfred ten Bosch wurde zu Hause mit der Feldschlößchen-Feuerwehr Florian abgeholt und in Begleitung seines Kollegen Willi Horn, Brauereichef der Lübzer Brauerei, in den Schillergarten chauffiert

Feldschlößchen-Vorstand Manfred ten Bosch wurde 50 Jahre

Seine Brauerei feierte im letzten Jahr 150. Geburtstag. Im September 2009 vollendete Feldschlößchen-Vorstand Manfred ten Bosch genau ein Drittel dieses stolzen Alters und wurde 50 Jahre jung. Aus diesem Anlass lud die Feldschlößchen AG zum Empfang in den Schillergarten. Und wer Manfred ten Bosch kennt, der weiß, dass dies eine eher gemütlich-humorvolle Veranstaltung denn eine bierernste Sache wurde. „Dass es mich gibt, ist ausschließlich der Verdienst meiner Eltern“, bemerkte ten Bosch mit Augenzwinkern. „Mein einziger Verdienst besteht darin, dass ich 50 Jahre lang gewartet habe, sodass wir heute feiern können.“ Den Preis für den am weitesten angereisten Gast erhielt sein Sohn John, der in Großbritannien studiert. Auch weit gereist war sein Freund Hartmut Unterlehberg, Oberbürgermeister der Stadt Neumünster a.D., den ten Bosch aus seiner Zeit bei Holsten und der gemeinsamen Organisation des Stadtfestes „Holstenköste“ kennt. Außerdem kamen mehrere Vertreter des Mutterunternehmens von Feldschlößchen, der Carlsberg Deutschland GmbH, zum Gratulieren nach Elb-Florenz. Insgesamt genossen rund 120 geladene Gäste die lockere Atmosphäre und das typisch sächsische Buffet. Zwar hatte sich der Jubilar Spenden für den Dresdner Kinderhilfe e.V. gewünscht, denn hier ist er Mitglied im Kuratorium. Doch viele ließen es sich nicht nehmen, ihm auch ein persönliches Geschenk mitzubringen. Eine nette Idee war auch das Ständchen der „mëdlz“, die sich unter die Gratulanten mischten. Das ungewöhnlichste Geschenk jedoch kam von seiner Frau Ute und mehreren Freunden. Sie schenkten ihm ein lebendes Ferkel – in Vorfreude auf ein Schlachtfest, zu dem der bekennende Freund deftiger Speisen dann in einem Jahr hoffentlich einladen wird. „Emma wird dauerhaft getrennt von mir leben, auf einem Bauernhof“, betont der Jubilar. „Doch wenn ich mir das putzige Tier so ansehe, glaube ich, wir schlachten dann lieber eine mir unbekannte Kuh.“ SaMu