„Fame“ in Rathen

Foto: Hagen König

Der Weg zum Ruhm führt durch die Sächsische Schweiz

 

Nichts scheint weiter voneinander entfernt zu sein als die quirligen Straßenschluch- ten von New York City und die wildromantische Umgebung der Felsenbühne in Rathen. Das Musical „Fame“ spielt in NYC. Hier arbeiten und lernen die Schüler der Highschool of Performing Arts auf ihrem Weg zum Ruhm. Hier streiten, flirten und scheitern sie, kommen an ihre Grenzen oder starten durch. „Fame“ feierte auf der Felsenbühne in Rathen, bespielt von den Landesbühnen Sachsen, Premiere. Regisseur Peter Kube verlegt die Handlung kurzerhand ins Sommercamp der jun- gen Leute und das liegt – man ahnt es – mitten in der Sächsischen Schweiz. Hier bereiten sich also die angehenden Schauspieler, Tänzer und Sänger auf ihre große Karriere vor und träumen von „Fame“ – dem großen Ruhm.

Die Unerbittlichkeit des Showbusiness, die Konfrontation mit den eigenen Mög- lichkeiten und natürlich die üblichen Probleme heranwachsender junger Menschen rücken hier in den Fokus. Es wird geliebt und gelitten, es fließen Schweiß und Tränen. Ein bestens aufgelegtes Ensemble bereitet dem Publikum einen wirklich bemerkenswerten Abend.

Alles passt zusammen, wirkliche Schwächen gibt es an diesem Premierenabend nicht. Besondere Publikumslieblinge werden schnell Emily Burns, die gesanglich und darstellerisch als Carmen Díaz überzeugt, und auch Carlos Matos. Der Ballett- chef der Landesbühnen schlüpft in die Rolle des quirligen Tänzers Tyron und zeigt, dass er sowohl darstellerisch als auch stimmlich sehr talentiert ist.

 

Fazit: Gelungener Musical-Abend vor hinreißend schöner Naturkulisse.