Eröffnung der Ausstellung „Sonett“ von Henrik Eiben in der artgallery.munich

1 Jahr „artgallery.munich“

 

Julia Frohwitter lud zur Ausstellungseröffnung „Sonett“ - VIPs bewunderten Werke von Künstler Henrik Eiben

 

Seit genau einem Jahr gibt es die „artgallery.munich“ in der Kardinal-Döpfner-Straße in München. Galerie-Inhaberin Julia Frohwitter und ihr Team, die beiden Direktoren Dr. Isabella Goebel und Peter Martin, haben mit den vergangenen drei Ausstellungen schon für viel Aufmerksamkeit in der Kunstszene gesorgt. Pünktlich zum ersten Geburtstag gab es für die Kunstfans jetzt eine neue Vernissage: „Sonett“ des Malers, Zeichners und Bildhauers Henrik Eiben Für seine erste Zusammenarbeit mit der Galerie von Julia Frohwitter und zugleich seine erste Einzelausstellung in der bayerischen Landeshauptstadt hatte der Künstler den Fokus auf sein skulpturales Wert gelegt - und eigens dafür 15 Werke aus Materialien wie Stoff, Metall, Plexiglas, Holz und Bronze geschaffen. Diese konnten nun erstmals in der Galerie im Herzen der City unweit vom Münchner Odeonsplatz bewundert werden.

 

Zum großen Opening kamen auch zahlreiche kunstbegeisterte VIP-Gäste, darunter unter anderem Moritz Freiherr von Crailsheim, Galerist Dirk G. Kronsbein (Galerie Kronsbein) mit seinem Galeristen Valeri Lalov, Fidelius Graf und Renate Gräfin von Rehbinder, Galerist Hubertus Reygers mit Frau Isabelle, Dorothée Wahl (Vorstandsvorsitzende PIN), Gabriel Lewy sowie natürlich auch Julia Frohwitters Ehemann Bernhard Frohwitter.

 

Künstler Henrik Eiben, der im Jahr 1975 in Tokio geboren wurde und heute in Hamburg lebt, war eigens für das Opening an die Isar gekommen. Wie kamen er und die Galerie zusammen? „Wir wurden bei der Auktion der Pinakothek der Moderne im Jahr 2017 auf den Künstler aufmerksam“, so Gastgeberin Julia Frohwitter (Sammlung Frohwitter), die gemeinsam mit Dr. Isabella Goebel und Peter Martin die Gäste begrüßte. „Wir freuen uns sehr, dass wir zu unserem einjährigen Jubiläum einen so wunderbaren Künstler wie Henrik Eiben für unsere neueste und insgesamt vierte Ausstellung gewinnen konnten.“ Wie ist die Bilanz nach einem Jahr? „Wunderbar. Wir arbeiten weiterhin sehr motiviert und haben uns für das nächste Jahr schon einige ehrgeizige Ziele gesteckt. Und neuerdings haben wir auch unsere Galerie auch dienstags geöffnet.“

 

Glücklich zeigte sich auch der Künstler. Für die München-Premiere hatte er sich besonders viel Mühe gegeben. Vor allem bei der Farbwahl. Beim Werk „Voyager Stromboli“ verwendete er vor allem Ockertöne – eine Hommage an die bayerische Hauptstadt, wie er erzählte: „Die Farbe Ocker ist mir bei meinen München-Besuchen immer wieder begegnet, egal ob bei der Theatinerkirche oder bei den Taxis“, erzählte Henrik Eiben schmunzelnd. „Es war das erste Mal, dass ich mich bei meiner Arbeit farblich speziell von einem Ort habe inspirieren lassen“, so der Künstler, der passenderweise auch noch Schuhe in einem Gelbton trug.

 

Er gab den Gästen dann auch einige spannende Einblicke in seine Arbeit: „Ich nähe alle Elemente aus Stoff in meinen Skulpturen von Hand. Während meines Studiums in den USA bin nämlich im „Fiber Department“ gelandet. Der eine Teil hat genäht und gestickt, der andere Haute Couture angefertigt. Ich dachte mir zunächst: ‚Was soll ich hier bloß?’ Aber dann habe ich damit angefangen, mich mit den Stoffen zu beschäftigen. Bei mir war es immer so, dass der Berg zum Propheten kam und nicht umgekehrt.“ So unterschiedlich seine Materialien auf den ersten Blick erscheinen mögen – er verwendet zudem Metall, Plexiglas, Holz und Bronze – sie fügen sich doch harmonisch zusammen: „Ich denke, dass jeder bei meinen Arbeiten seinen eigenen Zugang findet.“

 

Begeistert zeigten sich auch die Gäste: „Der Künstler hat eine eigene Handschrift und eine eigene Technik. Er verwendet unterschiedliche Materialien, die aber auf gleiche Art verarbeitet werden, das gefällt mir. Es ist auf jeden Fall etwas Eigenes. Ich habe ihn damals schon beim PIN-Fest gesehen“, lobte Moritz Freiherr von Crailsheim.

 

„Wir von PIN sind stolz, dass wir ihn für München quasi entdeckt haben. Wir waren zuvor auf Kunstreise in seinem Hamburger Atelier und konnten ihn dann für unsere Versteigerung gewinnen“, so Dorothée Wahl, die Vorstandsvorsitzende von PIN. „Das nächste PIN-Fest findet übrigens am 24. November statt, erneut mit wunderbaren Künstlern“, erzählte sie.

 

„Die Farben, die der Künstler verwendet, sind genial“, fand Galerist Hubertus Reygers. „Und wie man sieht: ich liebe Farben“, fügte er schmunzelnd mit Hinblick auf sein farbenfrohes Outfit hinzu.

 

Dr. Isabella Goebel gab den Gästen eine Einführung in das Werk Eibens: „So sehr seine Werke aufgrund ihrer reduzierten Formsprache Assoziationen zur Minimal Art hervorrufen, so überraschen sie dennoch mit Leichtigkeit und Spontanität. Es gibt bei seinen Arbeiten Schnittstellen zu Malerei und Zeichnung zu entdecken, die, Farbverläufen in Aquarellen gleich, ihren Raum einnehmen. In jedem seiner Werke findet sich eine immerwährende Auseinandersetzung mit medienübergreifenden Kontexten von Skulptur, Objekt, Malerei und Zeichnung. Ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede - Qualität, Form und Raum - werden immer wieder unter Spannung austariert. Malerei in skulpturale Objekte zu transferieren, Farbverläufe trotz harter Materialität zu generieren, das ist seinem Genius zu verdenken und es drängt sich die Frage auf: ist Eiben Bildhauer oder Maler?“.

 

Die Kunstwerke (Preis: ab 3.500 Euro), die noch bis zum 26. Januar 2019 gezeigt werden, bewunderten u.a.: Unternehmer Robert Hübner, dessen Ex-Frau Nicki Hübner, Marion Küffer (Frau von Didi Küffer), Anke Schaffelhuber, PR-Lady Annette Zierer, Michael Sandvoss, Vicky und Ernst Neumann (PIN), Erika Frey (PIN), Jane Seybold, Carmen und Joachim Hausser, Prof. Dr. Helmut Friedel (ehemals Lenbachhaus), Annette Stadler (PIN), Yvonne und Christoph Walther (CNC), Dr. Ruppert Keim (Karl&Faber), Peter Hansen (Villa Stuck), uvm.

 

Text: Andrea Vodermayr