Die größten Erkältungsmythen

Der Herbst hält hierzulande wieder Einzug und die Temperaturen fallen merklich. So ist es nicht verwunderlich, dass der Herbst gemeinhin als Erkältungszeit gilt und immer mehr Leute sich mit Erkältungsviren anstecken und mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit herumplagen müssen. Rund um das Thema Erkältung haben sich auch zahlreiche Mythen und Irrtümer gebildet. Ob es beispielsweise im Herbst und Winter tatsächlich zu mehr Erkältungserkrankungen kommt oder dies auch ein Irrglaube ist, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Wird eine Erkältung durch Kälte ausgelöst?

 

Es ist eine weit verbreitete Ansicht, dass es bei Kälte schneller passieren kann, dass man sich eine Erkältung einfängt. Deswegen ermahnen viele Eltern ihre Kinder bei Kälte das Haus nicht ohne Schal, Mütze und Handschuhe zu verlassen. Mediziner sehen jedoch keinen direkten Zusammenhang zwischen Kälte und einer Erkältung, denn diese wird meistens durch Viren ausgelöst, die auch in der warmen Jahreszeit auftauchen. Einzig die Tatsache, dass wir uns in der kalten Jahreszeit vermehrt in Räumen mit Heizungsluft aufhalten und frostige Temperaturen die Durchblutung des Körpers und damit auch das Immunsystem schwächen können, führt dazu, dass sich mehr Menschen in der kalten Jahreszeit mit dem Erkältungsvirus anstecken.

 

Weitere hartnäckige Mythen

 

Viele Menschen glauben auch, dass es sich nur um eine richtige Erkältung handelt, wenn sie zuvor erhöhte Temperatur - sprich Fieber - haben. Doch auch dabei handelt es sich um einen Mythos, denn Fieber ist üblicherweise eine Begleiterscheinung der Grippe. Bei Erkältungen passiert es eher, dass man leicht fröstelt und dadurch die Körpertemperatur unmerklich steigt, von richtigem Fieber kann hierbei jedoch keine Rede sein. Weitere Irrtümer sind:

 

  • Impfungen schützen vor Erkältungen: Da es mehr als 200 verschiedene Erkältungsviren gibt, ist es nicht möglich, diese Vielzahl durch einen einzigen Impfstoff abzudecken. Derzeit gibt es nur einen Impfstoff gegen die weit gefährlicheren Grippeviren.
  • Antibiotika helfen beim Heilungsprozess: Generell gilt bei klassischen Erkältungen, dass diese innerhalb von 3-5 Tagen auch ohne Medikamentenzugabe abklingen. Antibiotika sind bei Erkältungen überhaupt nicht wirksam, denn Antibiotika wirken gegen Bakterien und nicht gegen Viren. Bei bakteriellen Zusatzinfektionen können Antibiotika helfen.
  • Ansteckungsgefahr durch Niesen: Zwar stimmt es, dass sich Erkältungsviren über Tröpfchen beim Niesen, Küssen oder Sprechen übertragen können, aber sehr viel häufiger passiert eine Ansteckung durch Schmierinfektionen. Eine hohe Ansteckungswahrscheinlichkeit besteht beispielsweise beim Anfassen einer virenbelasteten Tastatur oder eines Türgriffes.

Dies sind die typischsten Mythen rund um eine Erkältung. Wem es demnach in der bunten Herbstzeit gerade erwischt hat, der sollte sich diese Irrtümer verinnerlichen und stattdessen alle Dinge tun, die dem Körper und der Seele guttun.