Elfenbeinkunst im Grünen Gewölbe

Fotos: Disy, PR Terrakottaarmee, Tom Schulze/asisi, Sprachwerkstatt/Oliver Killig, Die Zauberfl oete/Matthias Creutziger, PR Dresdner Residenzschloss

Das Grüne Gewölbe der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden verwahrt eine der umfangreichsten, kunsthistorisch bedeutsamen Elfenbeinsammlungen der Welt. Nach Jahren intensiver Forschung kann erstmalig der Bestand an aus Elfenbein geschnittenen Statuetten, Figurengruppen,Reliefs und in Silber gefassten Prunkgefäßen in dem reich illustrierten, wissenschaftlichen Katalogwerk „Elfenbeinkunst im Grünen Gewölbe zu Dresden“ (2017) zusammenfassend vorgestellt werden. Zugleich werden die Geschichte dieser Sammlung, Entwicklungslinien und dynastische Traditionen sichtbar gemacht.Die frühesten Werke stammen aus byzantinischer Zeit, der Großteil aus dem 17. und 18. Jahrhundert, darunter Arbeiten von Elfenbeinkünstlern wie Jacob Zeller, Melchior Barthel, Balthasar Permoser und Johann Christoph Lücke. Dominiert wird die Dresdner Sammlung von deutschen Elfenbeinwerken aus unterschiedlichen Regionen und Jahrhunderten. Repräsentativ vertreten sind Arbeiten französischer Provenienz. Jeweils kleinere Werkgruppen lassen sich nach Italien,Flandern, Österreich und in die Niederlande verorten. Okimono und Netsuke gelangten erst 1880 als Zeugnisse japanischer Schnitzkunst in die Sammlung, während ein hispano-philippinisches Relief bereits 1725 im Pretioseninventar erwähnt ist.Ab dem 12. Oktober wird die von Jutta Kappel kuratierte Sonderausstellung„AN-SICHTEN. Barocke Elfenbeinkunst im Dialog der Künste“ im Residenzschloss, zu der neben Leihgaben aus den SKD und namhaften deutschen Museen, auch zwei Leihgaben aus Paris (Louvre) und den Sammlungen von Schloss Versailles,erwartet werden, gezeigt.