Ein Bulle auf Rädern - Der BMW X5 xDrive30d

Der bullige Sechszylinder-Allradler steht auf dem Hof der BMW Niederlassung Dresden. Sein Markenzeichen, die großen Nieren des Kühlergrills, die klaren Linien der Karosserie und das breitspurige, imposante Auftreten. Der Anblick macht Lust auf die erste Ausfahrt.

Ich steige ins Cockpit des 1,78 m hohen SUV. Meine rechte Hand greift zum Ganghebel, der das 8-Gang Automatik Steptronic Getriebe steuert. Ein Hebel, der sehr niedlich ausfällt für den

vor Kraft strotzenden Bayern. Doch ich freunde mich sofort mit der grazilen Leichtigkeit des Hebels an.
Das Triebwerk wird gestartet. Ein kräftiger Tritt auf‘s Gaspedal lässt die 245 PS erkennen. Ich lege den ersten Gang ein und rolle vom Hof. Sehr leicht steuere ich den 1,93 m breiten und 4,86 m langen Geländewagen über die Bundesstraße. Eine freie Straße außerhalb von Dresden erlaubt mir den Versuch, in 7,6 Sekunden die 2,15 Tonnen des Autos zuzüglich meiner Wenigkeit auf 100 km/h zu beschleunigen. Hm! Hätte ich bei der Leidenschaft für das Beschleunigungsgefühl auf die Stoppuhr geachtet, hätte ich die Zeit bestimmt locker erreicht. Gefühlt habe ich sie weit unterboten.
Bei einem kleinen Ausflug auf hügeligen und kurvigen Landstraßen in Richtung Bastei zeigt der SUV dank xDrive und Dynamischer Stabilitäts Control (DSC) seine BMW-typische Agilität. Das intelligente Allradsytem (xDrive) schafft Fahrstabilität und Spurtreue durch eine geregelte Kupplung. Die Antriebskraft wird anhand von Fahrdaten wie Lenkeinschlag und Raddrehzahlen in Sekundenbruchteilen flexibel auf die Achsen verteilt. Das DSC hingegen optimiert die Spurstabilität und Traktion durch Eingriffe in das Motor- und Bremsenmanagement.
Wir fahren durch die Sächsische Schweiz. Beim Auf- und Ab genießen wir die Hilfe eines intelligenten Helfers, des Anfahrassistenten. Er verhindert das Zurückrollen am Berg nach dem Lösen der Fußbremse für 1,5 Sekunden. Und neben der Fahrt können wir sogar die Landschaft genießen dank

des großen Panoramadachs, das Freiheit bei Tag und Nacht ermöglicht. Nun sollten wir tanken. Die BMW Onlinedienste in Verbindung mit dem Navigationssystem helfen uns bei der Wahl der nächsten Tankstelle. Bei einem Tankinhalt von 85 Litern hatten wir während des Autotests nur einmal das Vergnügen. Laut den Werksangaben liegt der angegebene Dieselverbrauch innerorts bei 8,7 und außerorts bei 6,7 Liter (kombiniert 7,4 Liter). Die Praxis übersteigt je nach Fahrlust ein klein wenig oder mehr diese Angaben.

Doch nicht nur Tipps fürs Tanken gibt der neue X5. Auch das Onlinesys-

tem ist sehr hilfreich und gibt Informationen über das nächste Hotel oder den aktuellen Stand der Aktien.. Selbstverständlich hilft uns Blue Tooth beim Verbinden unseres iPhones mit der Welt. Meine Lieblingssongs sind über die Schnittstelle für Smartphones oder die Audio-Schnittstelle leicht über das X5- Audiosystem hörbar. Ich fühle mich wohl! Außerdem habe ich noch ein gutes Gewissen, denn der X5 ist auch noch „grün“. Durch Efficient Dynamics zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs, durch die 8-Gang-Automatic, die mit feinen Gangabstufungen für eine bessere Ausnutzung des optimalen Drehzahlbereichs sorgt. Eine weitere Maßnahme ist die Luftklappensteuerung. Ein Sensor ermittelt den aktuellen Kühlleistungsbedarf des Motors. Entsprechend der Außenbedingungen und der Fahrt öffnen und schließen sich die Kühlerklappen und optimieren die Aerodynamik des Fahrzeugs. Ein kontinuierlicher Luftstrom zur Kühlung ist nicht mehr notwendig. Der Motor läuft nicht mehr so lange warm und der Kraftstoffverbrauch wird gesenkt. Auch die Bremsenergierückgewinnung hilft Kraftstoff einzusparen. Die Rückgewinnung elektrischer Energie erfolgt, wenn der Fahrer bremst oder den Fuß vom Gas nimmt. Es wird die bisher ungenutzte kinetische Energie durch die Lichtmaschine in elektrische umgewandelt und in die Batterie eingespeist.

Fazit: Ein wahrer SUV-Fan verspürt Verlangen, das Auto im Gelände und an Steilhängen zu erleben. Dafür ist er gemacht! Hierzu empfehlen wir einen Herz- und Nierentest mit einem BMW-Team und auf keinen Fall mit dem eigenen Auto! Andreas Otto