Dresden bleibt für Touristen attraktiv

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Mit rund 2,1 Millionen Ankünften und 4,3 Millionen Übernachtungen im letzten Jahr stabilisiert sich der Dresdner Tourismusmarkt

 

Dresden bleibt ein attraktives Tourismusziel, trotz leichter Rückg.nge und schwieriger Rahmenbedingungen. Während die Ankünfte mit 2,09 Millionen um 0,5 Prozent angestiegen sind, liegen die Übernachtungen mit 4,27 Millionen mit -0,8 Prozent noch leicht im Minus gegenüber dem Vorjahr. Damit steht Dresden weiterhin auf dem 7. Rang der Städtereiseziele in Deutschland, gemessen an den Übernachtungen 2016.

„2016 hat sich der Tourismus nach dem schwierigen Jahr 2015 wieder stabilisiert. Das ist sehr erfreulich, zumal lokale wie globale Ereignisse spürbaren Einfluss auf das touristische Geschäft hatten. Das Jahresergebnis ist für mich ein Beleg, dass sich unsere Investitionen in Kultur langfristig auszahlen, und es bestärkt mich zugleich im Bewerbungsprozess zur Kulturhauptstadt Europas 2025. Kunst und Kultur ziehen viele Besucher aus der ganzen Welt nach Dresden und sind ein wichtiger Innovationsmotor für die Stadt“, sagt Annekatrin Klepsch, Beigeordnete für Kultur und Tourismus der Landeshauptstadt Dresden. Erst im Dezember 2016 hat die Stadt ihr neues Kultur- und Kreativzentrum, das Kraftwerk Mitte Dresden, mit zwei Theaterneubauten an die Öffentlichkeit übergeben. Am 28. April steht die Eröffnung des sanierten Kulturpalastes Dresden mit dessen hochmodernem Konzertsaal, der Dresdner Philharmonie, der Zentralbibliothek und dem Kabarett Herkuleskeule an. Jüngster Beleg für die enge Verzahnung von Kultur und Tourismus in Dresden ist der „DESTINATION BRAND AWARD Themen 2017“, bei dem die Landeshauptstadt Platz 2 in der Kategorie „Kulturreisen“ belegt. „2016 bot Dresden mit dem 800-jährigen Jubiläum des Dresdner Kreuzchores, dem weltweit beachteten Wagner-Debüt von Anna Netrebko im Lohengrin der Semperoper Dresden, dem Deutschen Evangelischen Posaunentag, den Pop- und Rockkonzerten im Rahmen der Filmnächte Dresden, den großen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit, der Eröffnung der neuen Spielstätten im Kraftwerk Mitte Dresden und den Angeboten zur Weihnachtszeit viele schöne Reiseanlässe, die wir mit der Kampagne ‚Dresden. Gemeinsam feiern‘ entsprechend vermarktet haben“, sagt Dr. Bettina Bunge, Gesch.ftsführerin der Dresden Marketing GmbH (DMG). Der Dresden Tourismus leidet aber noch unter den Folgen der antidemokratischen Äußerungen im Rahmen der Pegida-Bewegung. Die negative Berichterstattung über Dresden hat vor allem im Inland Sympathien gekostet und sich auf das Reiseverhalten ausgewirkt. Rückg.nge aus dem Ausland sind unter anderem auf Sicherheitsbedenken im Hinblick auf Europareisen, der Abwertung des Britischen Pfunds nach dem Brexit, der weiter andauernden Russlandkrise und dem USA-Wahlkampf zurückzuführen, aufgrund dessen Amerikaner eher im eigenen Land geblieben sind.

 

Viel weniger Japaner kommen

20,5 Prozent der Gästeübernachtungen kommen mittlerweile aus dem Ausland. Zu den Top-Auslandsmärkten gehören – gemessen an den Übernachtungen – die Schweiz, gefolgt von den USA und Österreich. Größter Gewinner unter den Top 10-Märkten ist Polen auf Platz 6 mit plus 25 Prozent, begründet vor allem im guten Wirtschaftswachstum, damit gesteigerter Kaufkraft und der ausgebauten Vermarktung über Messepräsenzen, Plakat- und Onlinewerbung. Dem folgen Österreich und die Niederlande. „Der KLM-Direktflug Amsterdam-Dresden hat den Städtereiseverkehr gesteigert. Zudem präsentieren wir Dresden gemeinsam mit vielen Tourismus- und Kulturpartnern in diesem viertgrößten Auslandsmarkt noch stärker als bislang“, sagt Bunge. Größter Verlierer ist Japan mit -11,8 Prozent, ein Markt, der erfahrungsgemäß schnell und stark auf Sicherheitsbedenken reagiert und auch in Deutschland insgesamt 3,2 Prozent an Übernachtungen verloren hat.

 

Kongressmarketing für Dresden ausbauen

Dass sich die gemeinsame Kongressoffensive der Landeshauptstadt auszahlt, zeigt sich allein an der Fülle der 1.000er-Kongresse, die 2017 in Dresden stattfinden, wie dem Deutschen Kunsthistorikertag (4.000 Teilnehmer), der Frühjahrstagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (5.700 Teilnehmer) und dem 69. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (8.000 Teilnehmer). „Das Kongressgeschäft ist aber im Wettbewerb der Städte kein Selbstläufer. Gemeinsam mit der engagierten lokalen Branche sind wir demnächst wieder auf der Messe IMEX Frankfurt (16.-18.05.2017) aktiv, um mittel- und langfristig weitere Kongresse nach Dresden zu holen“, so Bunge. Auf dem Dresdner Fachworkshop „Fit for Congress“ im November 2017 vermittelt die DMG Fachwissen für Wissenschaftler und Unternehmer und lädt internationale Kongresskunden nach Dresden und Leipzig ein (21.-24.06.2017), um über Veranstaltungsstätten, Rahmenprogramme und mögliche Kooperationspartner zu informieren.