Antiaging Serie Herbst 2011 Rostschutz für den Menschen

Wie ein Auto nutzt sich unsere Biomaschine – nämlich unser Körper – mit der Zeit
ab und rostet!
Die Gelenke werden weniger beweglich, die Knorpelmasse baut sich ab, die
Bandscheiben nutzen sich ab, die Haut altert, die Organe arbeiten schlechter, das Augenlicht trübt
sich vielleicht ein… ‚ doch muss das sein? Und wenn ja – WANN passiert es und warum?

Von Dr. Katja Scarlett Daub

Wie lange können wir fit durchs Leben gehen?

Und was hat das alles mit
einem rostenden Auto zu tun? Nun, mit dem Auto zunächst einmal gar
nichts.

Es ist natürlich auch mal gut, das Auto stehen zu lassen: Sie wissen
schon – wer rastet, der rostet ... Aha, da ist es wieder, das Wort „rosten“!
Was passiert genau beim Rosten? Nun, rosten bedeutet Oxidation. Und
Oxidationsprozesse werden besonders durch Radikale ausgelöst – klingt
nicht nur gefährlich, Radikale sind auch gefährlich! Radikale sind gierig
nach Elektronen – und die entreißen die Radikale intakten Gegenständen
oder auch einer intakten Körperzelle oder auch unserer DNA.

Dadurch
wird die Funktionsfähigkeit des „Opfers“ vermindert oder gar zum Erliegen
gebracht. Heute geht man davon aus, dass viele Krankheiten wie
Arthritis, Rheuma, Osteoporose, Entzündungen oder Krebserkrankungen
auf Oxidationsprozesse zurückgehen. Auch die Plaquebildung in unseren
Gefäßen (Arteriosklerose) hat ihren Ursprung in der Oxidation von
HDL-Cholesterin und von Endothelstrukturen – die Ablagerungen in den
Gefäßen führt zu einer Gefäßverengung, was wiederum den Blutdruck
steigen lässt und die Gefahr eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls
erhöht. Auch die Hautalterung und grauer Star werden durch Oxidationsprozesse
gefördert – als Auslöser ist hier besonders die UV-Strahlung zu
nennen.

Antiaging von außen bedeutet also für die Haut wie für die Augen
UV-Schutz – nur gut, dass Sonnenbrillen so IN sind! Die beste Prophylaxe
ist natürlich, Radikalenbildung zu reduzieren – z.B. durch ausreichend
Schlaf, gutes Entspannungsmanagement, Vermeidung von Tabakkonsum.
Und wenn der Alltag doch anders aussieht?

Hier die gute Nachricht: Wir können die gierigen Radikale lenken und die
Oxidation wertvoller Gegenstände oder auch unseres Körpers vermeiden
– wir können Ihnen etwas anbieten, was wir freiwillig „opfern“, um uns
gegen Rostschäden zu schützen!
Ein Beispiel aus der Küche: Sie alle kennen den aufgeschnittenen Apfel,
der früher oder später braun und unansehnlich wird?! Und wie schützen
wir den Apfel dagegen – zum Beispiel im Obstsalat? Klar, mit Zitronensaft.
Und im Zitronensaft ist unter anderem Vitamin C – das Rostschutzmittel
für den Apfel: Das Vitamin C wird durch den Sauerstoff oxidiert – und der
Apfel bleibt schön. Auf unseren Körper bezogen ist es also das Ziel, gierige
Radikale, die tagtäglich millionenfach in unserem Körper bei Stoffwechselprozessen
natürlicherweise entstehen oder die durch Umwelteinfl üsse
auf uns einwirken, zu neutralisieren. Wir müssen die Radikale befriedigen,
indem wir ihnen Elektronen anbieten.

Welche Elektronenlieferanten
stehen uns als Rostschutzmittel zur Verfügung? Richtig, Vitamine – aber
nicht nur! Mindestens genau so wertvoll sind die sogenannten sekundären
Pfl anzenstoffe, beispielsweise Lycopin, Carotinoide, Flavonoide, … Es
sind oft genau jene Inhaltstoffe, die Obst, Gemüse und Beeren farbig aussehen
und schmecken lassen. Ein Apfel enthält nur 5 mg Vitamin C, doch
dank seiner hundertfach vorkommenden sekundären Pfl anzenstoffe hat er
die Antioxidations-Kraft von 1,5g Vitamin C.

Obst, Gemüse und Beeren
sind die Basis-Rostschutzmittel für uns Menschen. Die verschiedensten
Gesellschaften weltweit empfehlen inzwischen mindestens fünf Portionen
am Tag (eine Portion bedeutet eine Handvoll, bei Beeren sogar zwei Hände
voll!) Lassen Sie es sich also täglich schmecken – ihre Rostschutzmittel
und Antiaging-Lebensmittel: Kirschen, Ananas, Papaya, Heidelbeeren,
Weintrauben, Blaubeeren, Möhren, Spinat, Grünkohl, Tomaten,… Täglich!
Und wenn das der Alltag nicht zulässt, dann lassen Sie sich beraten
über eine hochwertige Nahrungsergänzung, die der Wirkung von Obst,
Gemüse und Beeren am nächsten kommt und deren Wirksamkeit belegt
ist – vielleicht in der Apotheke ihres Vertrauens. Ach, noch was! Durch den
regelmäßigen Verzehr von täglich mindestens fünf Portionen Obst, Gemüse
und Beeren lässt sich die Mikrozirkulation in der
Haut steigern (gut für den Teint!), Hautfeuchtigkeit
und auch Hautfestigkeit nehmen signifi kant zu –
na, da sind wir doch wieder beim Antiaging, das
uns an Wellness und Wohlbefi nden denken lässt
und nicht an rostende Maschinen!