Dresdens Schicksal in IHREN HÄNDEN

Wer ist Dr. Bettina Bunge?

Viele Dresdner haben der neuen Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH (DMG), Dr. Bettina Bunge (42), zu ihrer verantwortungsvollen Position gratuliert, ihr eine vertrauensvolle Zusammenarbeit angeboten, aber ihr auch mit auf den Weg gegeben, dass viele Herausforderungen und dringende Aufgaben warten.

Der Start war spannend. Nach nur zehn Tagen im Unternehmen titelte eine Dresdner Zeitung: „Skepsis über neue Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH“. Bettina Bunge ließ sich aber nicht entmutigen und gab eine Pressekonferenz, auf der sie mit Charme und Sachkompetenz auftrat. Ihre Botschaft: „Ich freue mich und bin sehr dankbar, hier im wunderschönen Dresden zu sein und die Stadt als Tourismus-, Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort vermarkten zu dürfen. Ich bringe 15 Jahre Berufserfahrung aus der Dienstleistungsindustrie, dem Markenmanagement sowie dem Stadtmarketing mit und hoffe, dass mich die Bewohner willkommen heißen.“

Sich nicht unterkriegen zu lassen, sondern positiv zu wirken und partnerschaftlich zusammen zu arbeiten, war und ist immer ihr Ziel. Als sie dann beispielsweise in der Öffentlichkeit ihre erste Marketing-Kampagne „Dresden gibt dem Winter Glanz“ vorstellte, spürte sie bereits enorme Zustimmung aus Politik und Wirtschaft.

Im Februar 2009 sprach sie ein Personalberater an und fragte, ob sie Interesse an der Stelle als Geschäftsführerin der neuen Dresden Marketing GmbH hätte. Sie fand schon immer das Produkt Dresden inklusive seines attraktiven Umlandes wunderschön und die Herausforderung großartig, eine Vermarktungsorganisation mit einem erfahrenen Team zu leiten. Nicht mehr nur für das Tourismus- und Kongress-Marketing, sondern für die gesamte Stadtvermarktung der Kunst- und Kulturmetropole Dresden zuständig zu sein, reizte sie sehr. Die Ende 2008 gegründete Organisation musste aufgebaut und neu organisiert werden. Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert und Peter Bossert hatten interimistisch das Unternehmen geleitet. Als Bettina Bunge am 1. Juli begann, gab es bereits eine Grundkonzeption für die Vermarktung der Stadt, aber Detailplanungen fehlten noch. „Ich finde, es ist eine spannende Herausforderung, dieser Job und diese Stadt, auch vor dem Hintergrund, dass nach der Liquidation der alten Tourismusgesellschaft das Vertrauen der Partner aus Industrie und Politik sowie der Dresdner Bürger in ein professionelles Stadtmarketing neu aufgebaut werden musste.“ Im Rahmen der ersten hundert Tage hat sie viele Gespräche geführt, Marketingprojekte gestartet, Kooperationsnetzwerke initiiert und Schätze der Landeshauptstadt zu Tage gebracht, die bislang noch nicht so umfangreich vermarktet worden sind. Ein wichtiger Schritt: Seit Oktober setzt die DMG die Kampagne „Dresden gibt dem Winter Glanz“ um und bewirbt Dresden mit seinen Weihnachtsmärkten, den Silvesterfeiern, dem Semper-Opernball und dem SemperOpenairball in sechzig Städten im Inland in einer umfassenden Werbekampagne, um potenzielle Städtereisende auf Dresden aufmerksam zu machen. Das Weibliche der Kampagne ist die Ästhetik in der Gestaltung. Auf dem Kampagnen-Plakat sind neben dem Striezelmarkt ein SemperOpernball-Debütanten-Pärchen und die emotionale Silvestersilhouette zu sehen. Die umsetzende Werbeagentur markenteam wird von einer Frau geleitet, von Ilva Partzsch. „Es gibt viele starke Frauen in Dresden“, sagt Bettina Bunge. „Hier sind meines Erachtens mehr Frauen in Führungspositionen als in Hamburg. Zum Teil sind sie untereinander sehr gut in Netzwerken und zwanglosen Verbindungen organisiert. Über starke Frauen in der Stadt lerne ich andere starke Frauen kennen. Es gibt sehr energische, kompetente und engagierte Frauen, die ich dafür bewundere, was sie bewegen und schon bewegt haben. Ihre Energie und ihr Netzwerk helfen mir, als Neudresdnerin in der Gesellschaft Fuß zu fassen“, so Bettina Bunge.

Am 15. November 1967 in Lüneburg geboren, wuchs sie in Berlin, Heidelberg, Bad Godesberg und Wiesbaden auf, studierte Be-triebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing und Marktforschung an der Universität Münster und ging anschließend nach diversen Praktika im In- und Ausland an die European Business School im Rheingau, wo sie in den Bereichen Dienstleistungsmarketing, Unternehmenskommunikation und Markenmanagement forschte, lehrte und externe Firmen beriet. 1997 promovierte sie über die Zusammenhänge zwischen Dienstleistungsqualität, Kundenzufriedenheit und Kaufverhalten bei Kreditinstituten und entwickelte ein Qualitätsmanagement für bayerische Sparkassen.

Das motivierte sie, in der Dienstleistungsbranche zu bleiben. So ging sie 1998 zur Deutschen Lufthansa AG nach Frankfurt am Main und arbeitete zunächst als Assistentin des Vorstandes Konzernmarketing. Hier machte sie erste berufliche Erfahrungen mit der Führung eines Großunternehmens, kümmerte sich vorrangig um die Vorbereitung der Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen und die Reden für ihren Vorstand. Sie lernte, sich in komplexen Strukturen zu Recht zu finden und politische Rahmenbedingungen für Unternehmensentscheidungen zu verstehen. Als ihr Vorstand das Unternehmen verließ, übernahm sie innerhalb der Lufthansa ihren ersten Führungsjob als Teamleiterin im Bereich Produktkommunikation bei Lufthansa Passage Airline. Sie kümmerte sich um die unternehmensinterne und externe Kommunikation zu den Neuheiten der Boden- und Bordprodukte, d.h. z.B. Essen, Trinken, Lesen, Automaten und Lounges.

Anschließend wechselte sie zur Lufthansa-Tochter Start Ticket GmbH (später Qivive GmbH) nach Bad Homburg als neue Marketingleiterin, um eine neue Freizeitmarke, die alle touristischen Dienstleistungen enthält, zu entwickeln. „Ich fand es herausfordernd, eine neue Marke aufzubauen, hierfür ein Corporate Design zu entwickeln und die Vermarktungsstrategie zu planen und umzusetzen“, sagte Bettina Bunge. Auf Grund der Insolvenz der Firma war sie gezwungen, sich eine neue Tätigkeit zu suchen.

Mit Hilfe ihrer Netzwerkkontakte in der Tourismus- und Marketingbranche fand sie 2002 bei der Deutschen Zentrale für Tourismus e.V. (DZT) in Frankfurt am Main einen neuen Wirkungskreis. Ursula Schörcher, die damalige Vorstandsvorsitzende der DZT, bot ihr die Stelle als Bereichsleiterin Vertriebsmanagement an. „Grundsätzlich sind neben einer guten Ausbildung, beruflichen Erfahrungen im In- und Ausland vielfältige kommunikative Netzwerke notwendig, um im Job erfolgreich zu sein und gemeinsam etwas bewegen zu können. Gerade im Stadtmarketing ist es zwingend erforderlich, ausgleichend moderierend zwischen den unterschiedlichen Interessensgruppen aus Wirtschaft und Politik zu vermitteln“, so Bettina Bunge. Bei der Deutschen Zentrale für Tourismus e.V. handelt es sich um eine vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Dachorganisation zur weltweiten Vermarktung Deutschlands. „Das ist eine öffentliche Non-Profit-Organisation, in der ich lernen durfte, wie eine öffentliche, international agierende Institution weltweit mit zahlreichen Kooperationspartnern funktioniert. Zudem konnte ich Einblicke in Verwaltungsstrukturen und die diplomatischen Gepflogenheiten in 30 Ländern gewinnen“, so Bettina Bunge. Bei der DZT leitete sie das Vertriebsmanagement, d.h. sie war unter anderem für die touristischen Messeauftritte Deutschlands in der Welt, für Stu-dienreisen und die Kooperationen weltweit zuständig, um Deutschland als Tourismusdestination gut zu verkaufen. Eine ihrer Aufgaben war es, jährlich den Germany Travel Mart, die größte Incomingveranstaltung für den Deutschlandtourismus, zu organisieren. Er findet immer an einem anderen deutschen Ort statt, 2004 in Hamburg. „Da hat der Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH mich gefragt, ob ich nicht Interesse hätte, Marketingleiterin und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Hamburg Tourismus GmbH zu werden“, sagte sie. Mit der Erfahrung aus der DZT reizte sie die Herausforderung, in Hamburg auch kommerzielle Produkte des Tourismus- und Kongressgeschäfts zu vermarkten. So war sie von 2004 bis Juni 2009 in Hamburg tätig und vermarktete mit ihrem Team die Stadt erfolgreich in 14 Märkten. Sie initiierte neue Kooperationen, z.B. mit dem Flughafen und mit Institutionen in der Stadt, die vorher weniger mit dem Tourismus zu tun hatten. In Hamburg bestand ihr Erfolg darin, Menschen zusammengeführt zu haben, die gemeinsam Projekte auf den Weg brachten. Herausfordernd fand sie die Situation, dass Hamburg als Hafen- und Handelsmetropole in vielen Bereichen von Männern dominiert wird und Frauen in Führungspositionen und wichtigen Gremien der Hamburger Gesellschaft eher selten zu finden sind. Aber mit Fachkompetenz, Durchsetzungs-kraft, Charme und manchmal auch mit einem Doktortitel auf der Visitenkarte lassen sich Türen für viele Frauen öffnen, die es sich zutrauen.

Für Dresden glaubt sie, genug Berufserfahrung, Motivation und Kontakte aus aller Welt mitzubringen. „Ich fühle mich schon jetzt sehr wohl in Dresden. Es ist ein verantwortungsvoller Job und eine wunderschöne Stadt mit engagierten, offenen Menschen“, so Bettina Bunge. Nach hundert Tagen hat sie das Gefühl, in Dresden angekommen zu sein und sich auch schon erste Anerkennung in der Stadt verdient zu haben.

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