Vom Wünschen und Werden

Lydia Gruber mit ihrer Nervennahrung.

Die Disy-Leserredaktion ist eines der vielen grandiosen Angebote der Disy. Dieser Workshop richtet sich an alle, die gerne schreiben bzw. Interesse am Journalismus haben. Disy-Chefredakteurin Anja K. Fließbach informiert über die Arbeit in Redaktionen von Magazinen und Tageszeitungen und lädt alle ein, eine Leserzeitschrift zu erstellen oder eigene Artikel in der Disy zu veröffentlichen. Leser können kostenlos ihr Talent testen und vielleicht den Weg zu einer neuen Karriere finden. Eine einzigartige Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen und eigene Fähigkeiten auszuprobieren und zu erweitern. Simone Michalsky und Lydia Gruber sind zwei der Leser/- innen, die diese Chance ergriffen haben.

„Disy-Leserredaktion?“

Was bitte soll das denn sein? Das schau ich mir mal aus der Nähe an. Die gemütlichen Ledersofas im Empfangsbereich der Redaktion dienen uns neugierigen Disy-Leserinnen gleich als erstes Kontaktforum. Chefredakteurin Anja K. Fließbach begrüßt uns und kurz darauf sitzen wir alle gemeinsam um einen Tisch. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde wird uns schnell klar: Disy interessiert sich für ihre Leserinnen und Leser. Und wir erzählen drauflos. Was uns gefällt und was weniger, welches Titelblatt unsere besondere Zustimmung fand und was wir bald alles in ‚unserer’ Zeitschrift lesen wollen. Frau Fließbach freut sich über so viel Aufgeschlossenheit und revanchiert sich nun ihrerseits. Wir erfahren, wie das Dresdner Magazin und seine Geschwister entstanden sind, was sie ausmacht und was wir demnächst alles von DISY erwarten können. „Die Leserredaktion“, so die Chefredakteurin „soll in Zukunft ein fester Bestandteil von Disy werden.“ Frau Fließbach klärt uns auch gleich auf: „Wir freuen uns auf Leser und Leserinnen, die Lust haben, an den Inhalten unserer verschiedenen Ausgaben mitzuwirken. „Was macht einen guten Journalisten aus?“, fragt Frau Fließbach. Und schon sind wir mittendrin in der ersten ‚Unterrichtsstunde’. Denn das journalistische Rüstzeug bekommen wir von nun an bei jedem Treffen der Leserredaktion dazu. Ganz klar, dass ich auch beim nächsten Mal dabei bin. Ich bin doch so wahnsinnig neugierig. Zum Beispiel auf Artdirektorin Anke Mittelhäuser, die uns in die Geheimnisse des Disy-Layouts einweihen will.

Lydia Gruber

Simone Michalski freut sich auf die

„Workshop Leserredaktion?“

Von diesen zwei Wörtern, die ein Angebot meiner abbonnierten Disy- Zeitschrift waren, fühlte ich mich magisch angezogen. Schreiben, so richtig professionell? Kann ich das überhaupt? Ich lese gern und viel und schreibe sogar noch richtige Briefe. Aber würde das reichen, eine Leserzeitschrift zu erstellen? Diese Fragen beschäftigten mich. Aber nicht lange, denn das erste Treffen sollte in zwei Tagen stattfinden. Meine Gefühle schwankten zwischen Freude, Angst und Lampenfieber. Eine angenehme Frauenrunde, die mit unserer netten Chefredakteurin Anja K. Fließbach vervollständigt wurde, erwartete mich. An diesem Abend erfuhren wir, wie eine Zeitschrift entsteht, was einen guten Journalisten ausmacht und was man auf keinen Fall schreiben sollte. Viele Informationen für die fast zwei Stunden, doch ich nahm alles begeistert auf. Beim zweiten Treffen bekamen wir eine Schreib- Hausaufgabe. Das Formulieren machte mir viel Spaß und ich konnte die nächste Zusammenkunft kaum erwarten. Meine kleine Geschichte hatte viel Herz und kam bei meinen Mitstreiterinnen gut an. Aber auch das Zuhören fand ich prima. Klar hatte unsere „Lehrerin“ ein paar kleine Mängel bemerkt, aber wir sind lernfähig. Im neuen Jahr steht der Termin für unser erstes Interview. Ich freue mich und habe zugleich Angst davor. Doch wir wachsen mit unseren Taten und ich glaube, ich bin schon einen halben Zentimeter größer geworden.

Simone Michalski