Die größte Messe für Schmuck und Uhren - Baselworld

Foto: Baselworld 2014/Simon Bielander/Stefan Schmidlin

Hersteller, Besucher und Pressevertreter, insgesamt 150.000 Personen (28.000 mehr als im Vorjahr) aus aller Welt, besuchten 2014 die Baselworld. Sie ist damit weiterhin die wichtigste Messe rund um das Thema Schmuck und Uhren. Im großen Disy-Report lesen Sie alles zur Messe, den Trends 2014 und wie sich die deutschen Branchenvertreter die Zukunft vorstellen.

Im ersten Jahr nach der Neustrukturierung der Messe waren die deutschen Aussteller gespannt auf die weltweit größte und bedeutendste Uhren- und Schmuckmesse. Rund 115 Unternehmen aus den Bereichen Schmuck, Armband- und Großuhren sowie Maschinen, Zubehör und Dienstleistungen präsentierten den Besuchern Design und Qualität aus Deutschland. Insgesamt präsentierten 1500 Firmen (50 mehr als im Vorjahr) aus über 40 Ländern ihre Innovationen und Kollektionen auf der Messe vor, darunter alle namhaften Hersteller wie Rolex, Swarovski, Louis Vuitton, Bulgari oder Meißen.

"Die Baselworld ist und bleibt das Event für die Uhren- und Schmuckindustrie, das man nicht versäumen darf", erklärte Jacques J. Duchêne, Präsident des Ausstellerkomitees. "Diese Mischung aus Luxus, Innovation und erstklassigem Knowhow stellt die größte Stärke der Uhren- und Schmuckindustrie sowie der mit ihr verbundenen Sektoren dar", ergänzte François Thiébaud, Präsident des Schweizer Ausstellerkomitees. Auch die Aussteller selbst waren begeistert. "Die Baselworld ist der dominierende Treffpunkt der Branche", erklärte zum Beispiel Chopard-Chef Karl-Friedrich Scheufele. Tag Heuer CEO, Stephane Linder meinte, die Baselworld sei "die Handelsmesse des Jahres, an der wir unsere Einzelhändler und Agenten innerhalb von ein paar Tagen treffen, und der einzige Veranstaltungsort, an dem wir im Nu den Puls des Marktes spüren."

Für Jean-Christophe Babin, CEO von Bulgari, war die Baselworld sogar "ein historisches Ereignis." Die Messe sei für ihn eine großartige Erfahrung und Ansporn zugleich gewesen. "Wir wollen uns auch in Zukunft noch weiter perfektionieren", so Babin.

Besondere Anerkennung erhielt die hohe Medienpräsenz, die die Messe Jahr für Jahr schafft. "In ein paar Tagen besuchen uns mehr als 1000 Journalisten", freute sich Thierry Stern, CEO von Patek Philippe. Außerdem lobte er die harmonische Atmosphäre. "Die Baselworld ist die wichtigste Plattform, um all unsere Einzelhändler zu treffen", erklärte er weiter. Im Hause Zenith sah man das ähnlich. "Die Baselworld ist ein unverzichtbares Jahresereignis, das es uns ermöglicht, unsere Kunden, Partner und Journalisten an einem einzigartigen Ort zu treffen", so Jean-Frédéric Dufour, CEO von Zenith. "Wir hatten doppelt so viele Termine wie im vergangenen Jahr und verzeichneten einen eindeutigen Anstieg all unserer Zahlen", ergänzte Michele Sofisti, CEO von Sowind und schloss sich damit dem allgemeinen Kanon an.

Fokussiert wurden speziell die Neuheiten der Schmuckhersteller. "Die Baselworld ist eine einzigartige Plattform und bietet die Gelegenheit, der Welt unsere Innovationen vorzustellen", bestätigte Luc Perramond, CEO von Hermès.

Ganz nah am Markt zu sein, das ist der große Vorteil der Schweizer Messe. Dementsprechend glücklich war man auch bei Longines. "Wir sind dieses Jahr sehr zufrieden mit der Baselworld, sie war wieder ein großer Erfolg", so Walter Känel, Präsident von Longines.

Doch nicht nur die Uhrenhersteller profitieren von der Messepräsenz. Auch bei der Schmuckindustrie freute man sich über das alljährliche Highlight. Besonders die vielschichtige, internationale Klientel wird geschätzt. "Wir hatten eine sehr gute Besucherfrequenz während der Messe. Insbesondere die amerikanischen und arabischen Märkte verzeichnen ein starkes Wachstum und sind von großer Bedeutung für uns", so Pasquale Bruni, CEO von Pasquale Bruni. Im Vordergrund stand auch bei den Schmuckherstellern die Vorstellung von Neuerungen. "Die Baselworld ist sehr bedeutend, vor allem für die Markenpositionierung und zur Lancierung neuer Modelle und Produktsegmente", erklärte Walter Häusermann, CEO von Furrer Jacot.

Pünktlich zur Baselworld veröffentlichte auch der Bundesverband der Schmuck- und Uhrenhersteller seine Bilanz für das Jahr 2013. Der Gesamtumsatz des Schmuckbereichs belief sich demnach auf rund 711 Millionen Euro, was ein Minus von 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist. Bei den Uhren war jedoch insgesamt ein Aufwärtstrend zu beobachten. Hier erreichte die Industrie einen Gesamtumsatz von 587 Millionen Euro, was einem Plus von drei Prozent entspricht. In beiden Bereichen war es vor allem der Export, der um fünf Prozent auf 37 Prozent anstieg und dem Markt als Stütze diente.

Auf das Jahr 2014 blickt der Verband positiv. Erste statistische Werte für den Jahresbeginn zeigen eine Stabilisierung beim Schmuck und eine weitere Steigerung bei Uhren. Eine Umfrage unter den Mitgliedsfirmen deutet auf ein sichtlich verbessertes Stimmungsbild hin. Über zwei Drittel der befragten Firmen berichten demnach von einer besseren bzw. gleichen Lage bei Umsätzen und Aufträgen. Etwas mehr als ein Drittel setzt auf eine Verbesserung in den kommenden Monaten und die Hälfte rechnet mit einem gleichbleibenden Geschäftsverlauf.