„Die Koronare Herzerkrankung stellt die häufigste Todesursache dar.“

Fotos: Ralf U. Heinrich, PR ELBLANDKLINIKUM Riesa

 

Dr. med. Markus Schwefer ist Chefarzt in der Abteilung für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin im ELBLANDKLINIKUM in Riesa. Der Herzspezialist, Intensivmediziner, Sportmediziner und Ernährungsmediziner leitet die Abteilung seit August 2014. 

 

 

„In meiner Abteilung bieten wir Ihnen die vielfältigen invasiven und nicht-invasiven diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten einer modernen kardiologischen Schwerpunktabteilung an“, so Chefarzt Dr. Markus Schwefer. 

Die Riesaer Klinik ist insbesondere spezialisiert auf Eingriffe am erkrankten Herzen. Als einzige Klinik der ELBLANDKLINIKEN bietet sie ein hochmodernes Herzkatheterlabor zur Untersuchung und Therapie von Herzerkrankungen sowie zur Versorgung von akuten Herzinfarkten. „Die Koronare Herzerkrankung (Herzkranzgefäßverkalkung) stellt die häufigste Todesursache in den Industrieländern dar. Sie ist Ursache für ca. 20 Prozent aller Todesfälle in Deutschland“, betont Dr. Markus Schwefer. Das Herzkatheterlabor ist seit 2009 das Herz der Kardiologie in Riesa. Hier werden Funktion und Durchblutung des Herzens unter sterilen Bedingungen mit einer speziellen Röntgenanlage nicht nur untersucht, sondern wenn möglich auch direkt behandelt. „Die Diagnostik und Behandlung von Herzkranzgefäßverkalkungen (Herzkatheter, Ballonaufdehnung/PTCA, Einbau einer Gefäßstütze/Stentimplantation) wird bei uns in der Regel schonend über das Handgelenk durchgeführt“, erklärt der Herzspezialist. „Im Falle eines akuten Herzinfarktes können wir unmittelbar das verengte oder verschlossene Herzkranzgefäß wiedereröffnen und dem Patienten damit im Einzelfall das Leben retten.“ Der Aufbau einer 24-Stunden „Rund um die Uhr“-Versorgung von Herzinfarktpatienten ist Chefarzt Dr. med. Markus Schwefer seit seinem Beginn im August 2014 ein besonderes Anliegen. Nach gut einem Jahr intensiver Vorbereitung war es im November 2015 dann soweit. Seither wird in Riesa zunächst unter der Woche von Montags bis Freitags durchgehend eine ortsnahe moderne und professionelle Versorgung von Herzinfarkten rund um die Uhr angeboten, ab Anfang Juli 2017 wird dieser Service durchgehend 365 Tage im Jahr auch die Wochenenden einschließen. Dies erspart dem Patienten lange Fahrtzeiten in die umgebenden Zentren. Viele weitere moderne Verfahren ergänzen das breite Spektrum der Riesaer Kardiologie. Ein Beispiel ist der Verschluss des Vorhofohrs mit einem Filter zum Schutz vor Schlaganfällen (Watchman, Vorhofohrverschlusssystem). Dr. med. Markus Schwefer baut diese Systeme seit mehr als 2 Jahren sehr erfolgreich in Riesa ein. Zum Schutz vor zu langsamem Herzschlag oder bösartigen Herzrhythmusstörungen werden verschiedene Aggregate vom einfachen Herzschrittmacher bis zum komplexen Resynchronisationsdefibrillator (CRT-D) in enger langjähriger Kooperation mit der kardiologischen Gemeinschaftspraxis Dres. Stenzel/Ebert/Otto aus Riesa eingesetzt. Ein weiteres Highlight in der Entwicklung der Kardiologie in Riesa ist die erstmalige Einführung der Elektrophysiologie seit August 2015. Nach langer Vorbereitung ist es Dr. Markus Schwefer gelungen, ein Expertenteam für die Abteilung zu gewinnen, das seither sogenannte elektrophysiologische Untersuchungen mit Ablation (Verödung) von diversen Herzrhythmusstörungen im Herzkatheterlabor in Riesa durchführt. Dabei spielt insbesondere die sogenannte Pulmonalvenenisolation zur Behandlung von Vorhofflimmern eine bedeutende Rolle. Das gemeinsame Expertenteam um Prof. Dr. med. habil. C. Wunderlich führt dabei sehr erfolgreich jährlich mehr als 100 Eingriffe dieser Art in Riesa durch. „Ich freue mich persönlich sehr über die erfolgreiche Entwicklung der Kardiologie in Riesa, die im Zuge des aktuellen Neubaus eine Erweiterung um ein zweites Herzkatheterlabor mit sich bringen wird. Die zahlreichen Eingriffe werden dann auf zwei moderne Herzkatheterlabore verteilt, was die Wartezeiten der Patienten abkürzt und der steigenden Zahl an notwendigen invasiven Maßnahmen besser gerecht wird“, schließt Dr. Markus Schwefer.