„Der Vorname“ an den Landesbühnen Sachsen

Foto: PR „Der Vorname“/Hagen König

Gemetzel in der guten Stube

Eine intelligente, bitterböse, spitzfindige und wortwitzige Gesellschaftskomödie erobert Deutschlands Bühnen: Die Franzosen Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patelliere, als Drehbuchautoren seit vielen Jahren ein erfolgreiches Gespann, legten mit "Der Vorname" ihr erstes Theaterstück vor und sorgten damit für den größten Presseund Publikumserfolg der Pariser Spielzeit 2010/11. Atemberaubend schnell eroberte diese Komödie die Welt und wird zur Zeit in mehr als 15 Ländern gespielt. Auch an den Landesbühnen in Radebeul feierte "Der Vorname" Premiere. Die Story: Es soll ein gemütlicher Abend in der eleganten Wohnung des Literaturprofessors Pierre Garaud und seiner Ehefrau Elisabeth, genannt "Babou" werden. Nur Freunde und Familie sind zu Gast: Elisabeths Bruder Vincent mit seiner schwangeren Frau Anna, dazu Claude Gatignol, Posaunist und Freund seit Kindertagen. Für Vincent, einen begnadeten Selbstdarsteller, ist die Runde zu friedlich. Um für "Stimmung" zu sorgen, enthüllt er den fassungslosen Freunden den geplanten Vornamen seines noch ungeborenen Sohnes: Adolphe. Die Debatte um die Frage, ob man sein Kind nach Hitler benennen darf, ist nur der Anfang einer hitzigen Diskussion, bei der das gemütliche Familientreffen vollkommen aus dem Ruder läuft...Dietrich Kunze inszenierte das Werk in Radebeul, die Ausstattung besorgte Stefan Weil. Gutgelaunt und spielfreudig darf das Ensemble hier seinem Affen Zucker geben: Sophie Lüpfert, Michael Berndt, René Geisler, Grian Duesberg und Julia Rani sind ein wunderbares Quintett. Publikumsliebling ist schnell Michael Berndt als zerstreuter Professor, der so ziemlich alle Klischees ganz hinreißend erfüllt.

Fazit:

Eine sehenswerte, gewitzte Konversationskomödie, die großen Spaß macht!