Das gigantische Projekt

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Zur Umsetzung des milliardenschweren Masterplans BAYERN DIGITAL II bringt Bayern weitere Maßnahmen auf den Weg.

 

Die Staatsregierung setzt weitere Maßnahmen des Masterplans BAYERN DIGITAL II um und erweitert die Schwer- punkte in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Finanzen und Landwirtschaft. Staatskanzleiminister Dr. Marcel Huber verspricht: „Die Höhe der Investitionen und das Tempo zeigen, wie ernst es uns mit der Digitalisierung ist. Wir wollen,dass alle Bürgerinnen und Bürger profitieren.“ In den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Finanzen und Landwirtschaft beschloss der Ministerrat die Umsetzung zahlreicher Projekte mit echtem Mehrwert für die Menschen in Bayern. Staatskanzleiminister Dr. Marcel Huber: „Wir reden nicht nur über die Nutzung moderner Technologien – wir handeln. Die Digitalisierung betrifft jeden einzelnen Lebensbereich, daher entwickeln alle Ministerien in ihrem Fachbereich konkrete Maßnahmen, die spürbare Verbesserungen bringen. Was uns besonders wichtig ist: Wir lassen niemand mit den Veränderungen durch die Digitalisierung allein. Wir wollen, dassalle Bürgerinnen und Bürger von der technischen Entwicklung profitieren. Dazu begleiten wir die Menschen in der digitalen Welt, damit Zukunftsvisionen nicht abschrecken, sondern begeistern und das Leben für alle ein Stück besser machen.“

 

Die beiden Digitalisierungsprogramme der Staatsregierung BAYERN DIGITAL I und BAYERN DIGITAL II sind für die Jahre 2015 bis 2022 mit Mitteln von insgesamt 5,5 Milliarden Euro dotiert. Der Masterplan BAYERN DIGITAL II umfasst ein Volumen von 3 Milliarden Euro und 2.000 neue Stellen. Allein im Nachtragshaushalt 2018 sieht die Staatsregierung in einem ersten Schritt Investitionen von über 1 Milliarde Euro und 460 neue Stellen vor. Huber: „Die Höhe unserer Investitionen und unser Tempo zeigen, wie ernst es uns mit der Digitalisierung ist. Wir gestalten den digitalen Wandel – für die Menschen, für die Lebensqualität in unserem Land und damit auch die nächste Generation beste Zukunftschancen hat.“

 

Wirtschaft:

„Die Digitalisierung ist der Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft unserer Wirtschaft. Wir müssen unsere Unternehmen dazu befähigen, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Dasbeginnt bei der Quali zierung von Mitarbeitern und endet bei derEntwicklung und Vermarktung innovativer Produkte und Dienstleis- tungen“, betonte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. „Deshalb weiten wir mit BAYERN DIGITAL II unsere Aktivitäten auf wichtigen Zukunftsfeldern aus, z.B. beim 5G-Mobilfunk, beim Autonomen Fahren, bei Künstlicher Intelligenz, Assistenzrobotik oder additiver Fertigung bzw. 3D-Druck. Wir setzen so ganz gezielt Investitionsimpulse, um die bayerische Wirtschaft für das digitale Zeitalter zu machen. Dabei kommt es mir neben der Förderung konkreter Projekte vor allem auf die weitere Sensibilisierung, Information und Quali kation im Mittelstand an. Gerade bei mittelständischen Betrieben können wir noch viel bewegen, um die manchmal noch vorhandene Scheu zu überwinden und die vorhandenen Potenziale voll auszuschöpfen.“

 

Finanzen:

Eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur ist ein entscheidender Standortfaktor und wichtig für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern. Bis 2025 sollen Gigabit-Bandbreiten in ganz Bayern ermöglicht werden. Hierfür stehen 1,5 Milliarden Euro bis Ende 2018 bereit, bis 2022 ist eine weitere Milliarde Euro eingeplant. Das bayerische Breitbandprogramm ist bundesweit beispielhaft; der Ausbau derdigitalen Infrastruktur läuft auf Hochtouren. „Mittlerweile nutzen 97Prozent aller Gemeinden in Bayern das Breitband-Förderprogramm.1.644 Kommunen haben bereits über 690 Millionen Euro Förderungerhalten“, bilanzierte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder. Über 2.000 Förderbescheide seien bislang schon übergeben worden. „Nach Abschluss der Baumaßnahmen werden voraussichtlich mehr als sechs Millionen bayerische Haushalte mit schnellem Internet versorgtsein – das sind 96 Prozent“, so Söder. Allein bei den bisher im Ausbau befindlichen Projekten werden über 35.000 km Glasfaserleitungenverlegt. Besondere Dynamik entfaltet der Breitbandausbau mit überdurchschnittlichen Zuwächsen im ländlichen Raum.

 

Wissenschaft und Kunst:

„Mit dem Masterplan BAYERN DIGITAL II haben wir umfassende Schritte eingeleitet, um die Rahmenbedingungen für die Digitale Bildung an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und den Universitäten weiter zu optimieren, um zeitgemäße Inhalte und Werkzeuge bereitzustellen, die Digitale Bildung noch stärker in den Forschungs- und Lehrbetrieb einzubinden und das Lehrpersonal in seiner Aufgabe in der digitalen Welt zu stärken,“ betonte Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler. Der Nachtragshaushalt 2018 sieht für den Bereich Wissenschaft und Kunst insgesamt zusätzliche Ausgabemittelin Höhe von 14 Millionen Euro sowie zusätzlich 49 Stellen vor.

 

Landwirtschaft:

BAYERN DIGITAL II zielt im Bereich der Land- und Forstwirtschaft darauf, die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe in Bayern zu stärken, das Tierwohl weiter zu verbessern und die Verbraucher bestmöglich über Herkunft und Herstellung ihrer Lebensmittel zu informieren. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner: „Mit unserer Digitalisierungsstrategie wollen wir dafür sorgen, dass unsere bäuerlichen Betriebe sowie der Wein- und Gartenbau zukunftsfähig bleiben und dass die Akzeptanz und das Bewusstsein in der Gesellschaft für den Wert der Landwirtschaft weiter steigen.“