Das Dresdner Stadtarchiv - Daten und Fakten

Geschichte
Das Stadtarchiv ist die zweitälteste Institution Dresdens. Schon im 14. Jahrhundert wurde begonnen, wichtige Pergamenturkunden gesondert aufzubewahren. Nach einer sehr wechselvollen Geschichte war das Stadtarchiv von 1945 bis 1999 im ehemals Königlich-Sächsischen Kriegsarchiv auf der Marienallee 3 untergebracht. Von dort zog es 1999 in den historischen Mehl- und Brotspeicher der Königlich-Sächsischen Heeresbäckerei an der Proschhübelstraße um. Unter Verantwortung der Deutschen Werkstätten Hellerau für den Innenausbau entstand eines der modernsten und großzügigsten Archive Europas.

Bestände
Die Bestände des Dresdner Stadtarchivs enthalten Archivgut aus allen städtischen Verwaltungsstellen. Dazu kommen Sammlungen und Nachlässe aus Privatbesitz sowie Vereins-, Handwerks- und Firmenarchive. Jeder, der ein berechtigtes Interesse glaubhaft machen kann, hat das Recht, dieses Archivgut zu nutzen. Die im zweitgrößten Kommunalarchiv Deutschlands aufbewahrten Akten, Urkunden, Bücher, Pläne und neuen Medien ergeben zusammen eine Länge von 18 Kilometern und enthalten u.a.:

  • 18.000 laufende Meter Akten
  • 4.205 Urkunden
  • 15.000 Karten, Pläne und Risse
  • 77.000 Ansichtskarten, Dias und Fotos
  • 40.000 Bücher, Zeitungen und Zeitschriften
  • 2.500 Filme und Videoaufnahmen
  • 8.500 Mikrofilme
  • 1.200 Tonträger
  • 500 digitale Medien.


Öffnungszeiten der Ausstellung
„Schätze aus dem Stadtarchiv“ vom 5. September – 1. Dezember 2006
Mo. + Mi.: 9.00 - 16.00 Uhr, Di. + Do.: 9.00 - 18.00 Uhr, Fr.: 9.00 - 12.00 Uhr

Adresse
Elisabeth-Boer-Straße 1 - 01099 Dresden
Tel. 0351- 4 88 15 15
Fax: 0351- 4 88 15 03
stadtarchiv@dresden.de

 
Weiterführende Links:

Das Stadtarchiv im Internet

Frauenstadtarchiv Dresden

 

UNESCO-Urkunde vom 7. Juli 2004 zur Verleihung des Weltkulturerbe-Titels
Auch so etwas wird im Stadtarchiv aufbewahrt: Als das Dresdner Elbtal am 7. Juli 2004 auf die Liste des UNESCOWeltkulturerbes gesetzt wurde, erhielten wir die hier abgebildete Urkunde! Zwei Jahre später setzte die Weltkulturerbe-Kommission die Stadt wegen des beschlossenen Baus der Waldschlößchenbrücke auf die „Rote Liste“. Müssen wir deshalb diese Urkunde bald wieder an die UNESCO zurückgeben oder finden die Dresdner doch noch zu einer einvernehmlichen Lösung?
(Bildnachweis: Stadtarchiv Dresden, Repro: Elvira Wobst)