„D.A.L.I.“ an den Landesbühnen

Foto: Hagen König

Sinnliche Hommage an den Meister

 

An den Landesbühnen in Radebeul begeisterte mich ein zweiteiliger Tanz- abend zum Thema Surrealismus: „D.A.L.I. – Die Allmacht lärmender In- tuition & Des Abends lustvolle Imagination” nahm sich des großen Malers Salvador Dalí an und beleuchtete sein Schaffen, seine Ideen, seine Werke. Ballettchef Carlos Matos hatte den ersten Teil choreographiert, sein Kollege Massimo Gerardi schuf den zweiten. Matos´choreografische Handschrift ist sinnlicher und bildhafter als die seines Kollegen: Da quillt ein Tuch mit Dalís Malerei aus einem Wandbild, da „essen” sich Liebende mit Gabeln, stehen Tänzer auf Stäbe gestützt im Raum wie die Figuren auf Dalís Ma- lereien. Traum und Wirklichkeit verschmelzen zu schönen und surrealen Bildern, die im Gedächtnis haften bleiben. Bei Gerardi ist die Bildsprache deutlich abstrakter und kühler, die Tänzer wirken wie lebende Skulpturen, die Szenerie hat durchaus Ähnlichkeit mit den Filmen von David Lynch.

 

Fazit: Zwei sehr unterschiedliche künstlerische Handschriften zu einem Thema: Das ist schlüssig, packend, sehenswert!