„In keinem Land gibt es eine solche Verschwendung von Potenzialen wie in Deutschland, wenn es um gut ausgebildete Frauen geht.“

Foto: Bayrische Staatsregierung

Christine Haderthauer, Leiterin der Staatskanzlei, Ministerin für Bundesangelegenheiten


Sie ist die starke Frau im Kabinett. Christine Haderthauer leitet die Staatskanzlei und ist Ministerin für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben. Es ist ihr zweites Amt: von 2008 bis 2013 war sie Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen und Frauenbeauftragte in Bayern.


Bei ihrer neuen Aufgabe will sie stärker für die Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen eintreten. "In keinem Land gibt es eine solche Verschwendung von Potenzialen wie in Deutschland, wenn es um gut ausgebildete Frauen geht", so die Ministerin. Und das obwohl "nirgendwo in Deutschland die Menschen ein so hervorragendes Chancenumfeld wie in Bayern vorfinden." Geboren wurde Haderthauer 1969 in Neumünster. Schon als Zweijährige zog sie mit ihrer Familie nach Bayern und wuchs in München auf. Nach dem Abitur studierte sie Jura in Würzburg und schloss 1986 ihr erstes Staatsexamen ab. Nach dem zweiten Staatsexamen erhielt sie ihre Zulassung als Rechtsanwältin. Sie besitzt eine eigene Kanzlei in Ingolstadt und ist Fachanwältin für Arbeitsrecht. Politisch aktiv wurde sie 1984 mit ihrem Eintritt in die CSU, in der sie 2000 den Vorsitz der Frauen-Union in Ingolstadt übernahm. Von 2008 bis 2013 war sie Staatsministerin im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen. Haderthauer saß im Fernsehrat des ZDF und des Medienrats der BLM. Sie ist seit 1985 verheiratet. Im selben Jahr kam auch ihre Tochter zur Welt. Nur drei Jahre später folgte ihr Sohn. Neben ihrer Tätigkeit als Politikerin und Rechtsanwältin engagiert sich die Ministern auch ehrenamtlich. Sie ist Mitglied im Beirat des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte und des Verwaltungsrat der Wohltätigkeitsstiftung Marienheim.