Champions und das große Los

Michael Becker (Fotos: Dresdener Rennverein 1890 e.V.)

Der alte ist auch der neue Präsident: Michael Becker wurde auf der Mitgliederversammlung des Dresdener Rennvereins 1890 e. V. bis 2019 wiedergewählt. Was der alte und neue Präsident mit seinem Team auf der Rennbahn in Dresden-Seidnitz noch umsetzen möchten, lesen Sie in unserem Interview!

 

Wie sind Sie zu Ihrer Aufgabe als Präsidenten des Dresdener Rennvereins 1890 e. V. gekommen?

Becker: Die Tätigkeit als Präsident ergab sich 2014 aus einer Zusammenarbeit juristischer Art. Der DRV benötigte juristischen Beistand. Da der Vorstand zu dieser Zeit nur kurzfristig für ein Jahr einberufen wurde und ein neuer Vorstand gewählt werden sollte, schlug man mich als neuen Präsidenten vor.

 

Haben Sie diese Aufgabe gern übernommen?

Becker: Ziel war es, frischen Wind in den hiesigen Galopprennsport zu bringen. Man sagte dem Dresdener Rennverein zu dieser Zeit ein verstaubtes Image nach. Der 5-köpfige Vorstand hat Führung übernommen und mit großem Engagement seine Aufgaben erfüllt.

 

Für was genau sind Sie zuständig?

Becker: Ich kümmere mich um juristische und rechtliche Belange, aber auch um Marketing und Organisation.

 

Was wünschen Sie sich für die nun startende Rennsaison?

Becker: Kurzfristig wünsche ich mir natürlich Erfolg. Wir starten bald und haben derzeit noch alle Hände voll zu tun. Ich hoffe, dass das Wetter in diesem Jahr stimmt und vor allem die Umsätze. Langfristig wünsche ich mir, dass der Rennverein und die Galopprennbahn erhalten bleiben und dem Galopprennsport mehr Bedeutung beigemessen wird.

 

Wo sehen Sie den Dresdener Rennverein und die Rennbahn heute und früher?

Becker: Vor 20 Jahren hatte der Galopprennsport allgemein noch eine andere Stellung. Da ging es um den Sport, die Vollblutzucht und den Erhalt wichtiger Leistungsprüfungen. Heute ist das natürlich immer noch sehr wichtig, aber wir haben ein Nachwuchsproblem. Das Image des Rennsports hat sich verändert. Wir gehen nun mit der Zeit, denn auch in Dresden hat sich eine Menge geändert.

 

Wie positionieren Sie sich denn heute? 

Becker: Heute sehen wir uns zum einen als Familienrennbahn, zum anderen als Plattform für Unternehmer, die die Fläche nutzen wollen, um sich zu präsentieren und das in besonderem und auch exklusiven Ambiente. Daher haben Galopprennen und Renntage heute mehr denn je Eventcharakter. Natürlich generieren wir so auch neuen Nachwuchs.

 

Ihre Rennbahn gehört zu den ältesten Sportanlagen Dresdens...

Becker: Es gab viele Meilensteine in der Vergangenheit. Der DRV hat den Erbbraurechtsvertrag seit 1995. Dadurch erhalten wir in Bezug auf die Renntermine mehr Planungssicherheit. 1990, nach der Neugründung, feierten wir das 100-jährige Bestehen des Rennvereins. Im vergangenen Jahr begingen wir das 125-jährige Jubiläum der Galopprennbahn Dresden-Seidnitz. Unsere Rennbahn ist eine der ältesten Sportanlagen der Landeshauptstadt und wir sind sehr stolz auf unsere historische Anlage, die obendrein auch noch einmalig in Deutschland ist.

 

Welche großen Meilensteine soll es in der Zukunft geben? 

Becker: Die Zukunftsvision ist, mehr Renntage einzurichten und mehr Events durchzuführen. 2017 machen wir einen guten Anfang mit dem Color Obstacle Rush (Farbfestival) am 30. Juli, der Durchführung von jährlich zwei internationalen Listenrennen, dem bwin Sommerpreis am 15. Juli und dem großen Dresdner Herbstpreis am 22. November.

 

Wie stark ist der Rennverein international eingebunden?

Becker: International und national haben wir einen guten Stand bei Trainern, Gestüten, Besitzern, Jockeys und Rennvereinen. Wir hatten anlässlich der Leistungsprüfungen schon Starter aus Ungarn, Tschechien, Polen, Großbritannien, Frankreich, Dänemark. Schweden und Bulgarien. Außerdem führen wir nun das dritte Jahr in Folge PMU-Rennen durch, die vom französischen Wettanbieter Pari Mutuel Urbain unterstützt und somit auch international übertragen werden.

 

Und wie sieht es mit dem nationalen Renommee aus?

Becker: National pflegt der DRV sehr gute Kontakte zu Gestüten, Rennvereinen, Besitzern, Trainern und Jockeys. Mit Partnervereinen aus Leipzig, Magdeburg, Bad Harzburg und Bad Doberan haben wir 2017 erstmals eine Mitteldeutsche Galoppserie ausgelobt, die an acht Renntagen durchgeführt wird, ein mitteldeutsches Championat, in dem der beste Besitzer, Trainer und Jockey am 16. September in Leipzig ausgezeichnet wird. Die Rennen in Dresden am 6. Mai und 15. Juli gehen in die Wertung ein. 

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