Auto-Tuning: Was ist zu beachten?

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Spätestens seit dem erfolgreichen MTV-Format Pimp my ride vor mehr als zehn Jahren ist das Tunen von Fahrzeugen wieder schwer angesagt – und zwar nicht nur in den USA. In Dresden gibt es einige Werkstätten, die neben normalen Reparaturarbeiten auch spezielles Tuning anbieten. Denn wer schon einmal ein Auto gekauft hat, weiß, dass es das perfekte Modell nicht gibt. Ob Innenausstattung, Farbe oder Felgen – bei der Anschaffung eines Wagens sollte eigentlich alles stimmen. Trotzdem müssen die meisten Autoliebhaber in der einen oder anderen Hinsicht Kompromisse eingehen – und dafür ist vielen ein Neuwagen einfach zu teuer. Sie entscheiden sich dann lieber für einen günstigeren Gebrauchtwagen, an dem sie so lange herumschrauben, bis er ihren Vorstellungen entspricht. Doch auch der Gebrauchte will finanziert werden. Verfügt man über ausreichend finanzielle Rücklagen, lässt sich bei Barzahlung oft noch ein großzügiger Rabatt herauszuschlagen. Wer die Kaufsumme nicht in bar aufbringen kann, greift auf einen Autokredit zurück. Da bezüglich der Konditionen oft erhebliche Unterschiede bestehen, lohnt sich eine Recherche auf einem Vergleichsportal oder einer Kreditplattform, auf der man verschiedene Anbieter miteinander vergleichen kann. Doch nun zum Tuning selbst: Das Wort stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie "abstimmen". Mit diesem Begriff bezeichnet man das Schrauben an einem Fahrzeug, um es nach eigenen Vorstellungen umzubauen. Im Deutschen wird auch gern von "Aufmotzen" oder "Frisieren" gesprochen. Damit sind sowohl optische als auch technische Veränderungen gemeint. Laut einer Umfrage investieren 44 Prozent der deutschen Tuner ihr Geld am liebsten in die Optik ihres Wagens, lediglich 31 Prozent legen Wert auf eine verbesserte Technik. Tuning ist gesetzlich nicht verboten. Wer seinen aufgemotzten Wagen allerdings auf öffentlichen Straßen fahren möchte, muss sich an die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) halten. Dazu gehört, dass das getunte Auto vor dem Fahren auf öffentlichen Straßen auf jeden Fall von einer Prüfstelle wie der DEKRA oder dem TÜV abgenommen werden muss. Die Prüfstelle begutachtet vor allem Änderungen am Fahrwerk, an den Felgen und an Bauteilen, die die Aerodynamik erhöhen. Sie überprüft, ob die vorgenommenen Veränderungen den Straßenverkehr nicht gefährden, die Fahrzeugklasse sich durch den Umbau nicht geändert hat und der Schadstoffausstoß nicht zu hoch ist. Das Gleiche gilt bei Modellierungen des Auspuffs: Der Bastler muss auf jeden Fall darauf achten, dass die maximal zulässige Dezibel-Anzahl nicht überschritten wird. Fazit: Wer nach einem bezahlbaren Fahrzeug sucht, das trotzdem optisch und technisch seinen Wünschen entspricht, sollte sich im Auto-Tuning versuchen. Hobby-Schrauber müssen nur darauf achten, dass die Änderungen den Vorschriften der StVZO entsprechen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wendet sich mit seinen Änderungswünschen an eine Autowerkstätte vor Ort, die die gewünschten Umbauten ausführt und sich mit den entsprechenden Richtlinien auskennt.

 

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