Ausstellung des Ortsvereins Loschwitz-Wachwitz e.V
GEORG BERNKOPF - Türkenkopf und Höllenhund
4. August bis 25. September 2008 - Ortsamt Loschwitz
Sommerzeit ist Ausflugszeit. Die Reise geht in die Sächsische Schweiz.
Türkenkopf und Höllenhund heißen die Felsformationen, Lokomotive und Kleine
Gans. Der Künstler und Architekt Georg Bernkopf (1892 - 1967) zeichnet mit
weichem Graphit auf rauem Papier. Er zieht klare Linien, strichelt und
schraffiert mit kräftigem Strich, füllt detailliert ausgearbeitete Flächen.
In einer Serie von 14 Blättern setzt er helle Flächen gegen dunkle Kontur,
Felswände gegen Bäume. Er zeigt weite Blicke in die Landschaft, seltener
Menschen. Die meist kraftvollen Skizzen sollen Vorlagen sein für
Radierungen, die Veröffentlichung einer Mappe mit Motiven aus der
Sächsischen Schweiz ist geplant. An diesen Radierungen arbeitet Bernkopf,
als der Bombenangriff auf Dresden sein Atelier in Striesen vernichtet und
alle Arbeiten verloren gehen, so auch die Kupferplatten für diese Serie.
Einer jahrzehntelangen Freundschaft zu Wilhelm Krauspe ist zu danken, dass
von diesen Skizzen ausgezeichnete Reproduktionen erhalten geblieben sind,
die vom 4. August bis zum 25. September 2008 mit anderen Werken Bernkopfs im
Ortsamt Loschwitz gezeigt werden. Der Ortsverein Loschwitz-Wachwitz e.V. war
bei seinen Recherchen für den zweiten Band des Buches „Künstler am Dresdner
Elbhang“ auf Georg Bernkopf gestoßen und hatte Kontakt zu Irmgard Piesker
aufgenommen, der einzigen noch lebenden Verwandten des Künstlers. Aus dem
Nachlass werden nun neben der Serie „Sächsische Schweiz“ weitere Arbeiten
gezeigt, insgesamt knapp 40 Zeichnungen, Kupferstiche und Aquarelle sowie
zwei Gemälde, die Waldstücke in Loschwitz darstellen.
Georg Bernkopf wurde 1892 als Sohn des Bildhauers Wilhelm Bernkopf in
Dresden geboren. Hier ging er zur Schule und erhielt seine Ausbildung zum
Kunstmaler und Architekten. Über die Jahre zwischen den beiden Weltkriegen
ist wenig bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg lehrte er zunächst an der
Staatsbauschule Dresden und von 1951-57 an der Ingenieurschule für
Verkehrstechnik Dresden, als Dozent für technisches Zeichnen und
Freihandzeichnen für Architekten. Er wohnte ab 1947 in Loschwitz, Ortsteil
Schöne Aussicht, wo er 1967 starb. Zu seinem Freundeskreis gehörten so
bekannte Künstler wie Hans und Lea Grundig, Otto Westphal oder Helmut
Schmidt-Kirstein sowie der Lehrer und Heimatforscher Otto Kotzsch.
Ausstellungseröffnung: 4. August 2008, Ortsamt Loschwitz, 18 Uhr
Ortsamt Loschwitz
Grundstraße 3, 01326 Dresden
Buslinien 61 und 83, Haltestelle Körnerplatz
Öffnungszeiten
Mo 8:00-16:00
Di 8:00-18:00
Mi 8:00-16:00
Do 8:00-18:00
Fr 8:00-14:00












