„Arabella“ in der Semperoper

Foto: PR Arabella/Semperoper

Ein Fest der Stimmen

 

Wer auf gesangliche Glanzleistungen steht, auf musikalische Leckerbissen auf höchstem Niveau, der kam bei der Premie- re von „Arabella” in der Semperoper voll auf seine Kosten. Hier hob sich der Vorhang für die Richard-Strauss-Oper unter der Regie von Florentine Klepper. Am Pult der Staatskapel- le Christian Thielemann persönlich, der wie kein Zweiter den Sängern den musikalischen „roten Teppich” ausrollte und den Opernabend zu einem unvergesslichen Erlebnis erhob. Anja Harteros ist ein Glücksfall in dieser Partie: Ihr mädchenhafter Charme ist gepaart mit großer stimmlicher Ausdruckskraft und einmaliger Bühnenpräsenz – ein Genuss! Ihr zur Seite stand Thomas Hampson als Mandryka. Sein edler Bariton, seine dar- stellerische Kraft – die beiden waren ein Traumpaar.

Die Inszenierung, ganz ehrlich, reißt mich nicht vom Stuhl. Brav, ohne große Überraschungen, rollt die Zimmerflucht der Hotelsuite von Arabellas Familie (Bühnenbild: Martina Segna) hin und her. Sagen wir so: die Inszenierung störte nicht weiter, eröffnete jedoch keine neuen Perspektiven auf den Stoff.

 

Fazit: Konservativere Gemüter sind sicherlich glücklich mit der Regie.– leider steht die Oper in dieser Spielzeit nicht mehr auf dem Plan. Schade eigentlich.