All that Jazz - Jazztage Dresden mit Stars und Geheimtipps

Fotos: Heiko Franz, Charlie Peters/Fabien Voranger, Marina Chavez, Lutz-Mueller Bohlen

Das internationale Festival "Jazztage Dresden" geht in die 14. Runde. Das Line up liest sich wie ein "Who is Who" der Jazzwelt. Zu den künstlerischen Highlights in diesem Jahr gehören Curtis Stigers, James Carter und Maria Markesini ebenso wie Maceo Parker, Al di Meola, Klaus Doldinger und Max Mutzke. Das internationale Festival hat sich dem Jazz in seiner gesamten Vielfalt verschrieben. Vom 6. bis 16. November sind auch in diesem Jahr wieder viele internationale Stars sowie junge Talente in Elbflorenz zu erleben. Sie präsentieren Crossover, Modern Jazz, Mainstream, Swing, Latin, Funk & Soul, Fusion und populären Jazz mit Ausflügen bis hin zu Rock, Pop, Beatbox und Klassik. Die Macher der Jazztage spannen einen Bogen zwischen Hochkultur und Clubkultur, bieten Konzerte für passionierte Jazz- und Klassik-Enthusiasten und bereiten "Neulingen" einen geeigneten Einstieg in den jazzigen Hörgenuss. Die seit einigen Jahren bestehende Zusammenarbeit mit dem Societaetstheater ist bereits zur geschätz- ten Tradition geworden: Als Festivalzentrum lädt die Spielstätte an der Dreikönigskirche regelmäßig Künstler und Publikum ein. Neu in diesem Jahr ist, dass als zweite feste Spielstätte das Boulevardtheater (früher Theater im Wechselbad) dazu kommt. (www.jazztage-dresden. de.)

Meine Tipps:

Die griechisch-holländische Sängerin Maria Markesini kommt mit ihrer frischen Stimme und ihrer enormen Bühnenpräsenz einem Naturereignis gleich. In ihrem Programm "Cinema passionata" lässt sie sich gemeinsam mit den Klazz Brothers - den Meistern des Classical Crossover - auf eine intensive musikalische Erzählung ein und verspricht ganz großes Kino. Die Elblandphilharmonie wird bei den Jazztagen Dresden das Programm ergänzen (9. November, 17 Uhr, Boulevardtheater Dresden, Eintritt: 24 bis 39 Euro).

Gitarrengott Al Di Meola inspirierte in den vergangenen 25 Jahren die Musikwelt. In Dresden präsentiert der Virtuose nun sein neuestes Baby: Mit einem "Beatles"-Album erfüllte er sich einen langgehegten Traum. Freuen Sie sich auf unvergessene Songs wie "Eleanor Rigby", "She´s leaving home" oder "In my life", neu und frisch interpretiert und auf der Gitarre gezaubert (10. November, 20 Uhr, Boulevardtheater Dresden, ehem. Wechselbad, Eintritt: 55 bis 85 Euro).

Hörgenuss vom Feinsten, melodische Kraft und romantische Beseeltheit kennzeichnen die Musik des Deutsch-Kolumbianers Bruno Böhmer Camacho. Der Pianist überzeugt mit selbstverständlicher Virtuosität und Authentizität und schafft den Spagat zwischen zwei musikalischen Welten. Das Trio mit Juan Camilo Villa (Bass) und Rodrigo Villalón (Schlagzeug) besticht durch stupende Homogenität und ist von einem tiefen gegenseitigen Verständnis füreinander und für die eigene Musik geprägt. Er präsentiert mit seinem neuesten Album "Columbian Project" eine Hommage an seine kolumbianischen Wurzeln. (14. November, 20 Uhr, Villa Teresa, Eintritt: 19 bis 39 Euro).