133. Beitrag: "Die Leute von der Amadea" (3. Juni 2007)

Die meisten Menschen haben Pläne. Sie wissen heute schon genau, was sie nächste Woche tun werden, im Sommer, zu Silvester. Sie wissen, sie werden noch das Studium beenden, danach heiraten und ein Kind bekommen. Sie wissen, noch zwei Jahre müssen sie den Stellvertreterposten ausfüllen, dann werden sie Abteilungsleiter und wenn es gut läuft, dann schaffen sie es in die Chefetage. Leute vom Schiff sind anders. Drei Beispiele...

"Was machst du nach der Weltreise", habe ich drei Leute am Vorabend vor Venedig gefragt. Sie wussten, mit welchem Verkehrsmittel sie nach der Ankunft der "Amadea" auf welcher Route an welches Ziel kommen. Aber weiter als diese zwei Tage reichten ihre Pläne nicht. Alle Ziele waren Zwischenstationen: die Eltern. "Und dann?" Gelassenes Schulterzucken. Dabei wirkten sie nicht deprimiert, unsicher oder gar ängstlich. Im Gegenteil. Sie freuten sich auf das unbearbeitete Feld, das vor ihnen lag. Sie waren glücklich über die leeren weißen Seiten, die sie beschreiben konnten, wie sie wollten. Nicht festgelegt. Nicht eingeengt. Nicht gleichförmig. Damit ihr ein bisschen besser versteht, was ich meine, wenn ich von Gleichgesinnten spreche, habe ich die drei Leute für euch befragt: einen Kellner, einen Künstler und eine Friseurin.

Beginnen wir mit Korbinian Arendt. Der Künstler vom "Amadea" - Showensemble hat eine Ausbildung zum Bühnendarsteller in den "Performing Arts Studios" in Wien absolviert und hat danach ein Engagement nach dem anderen angeschlossen ("Saterday Night Fever" in Köln, "Crazy for you" in Linz, "Evita" in Liechtenstein). Er blieb nie länger in einer Stadt als nötig. "Das Leben bietet doch viel mehr, als man an einem Ort oder mit einer Person erleben kann", erklärt er. "Ich habe so viele Träume und ich liebe meine Freiheit." In die TV - Branche würde er jetzt gern wechseln oder doch lieber eine Tour mit seinem Bruder durch Südamerika? "Die Welt steht einem offen", meint er. "Wenn man sich festlegt und unflexibel wird, verpasst man die besten Chancen." Vielleicht fährt er auch noch mal mit der "Amadea" um die Welt, vielleicht nur zwei Monate, vielleicht niemals mehr. "Lass sehen, was das Leben für mich bereit hält" ist seine Devise und er geht zuversichtlich in seine Zukunft.

Angst hat auch André nicht. Der Kellner von der "Amadea" ist ähnlich wie Korbinian nie lange an einer Stelle geblieben. Wie bei den Künstlern zieht es Köche, Kellner und Hotelfachkräfte je nach Jobangebot phasenweise in verschiedene Häuser und Länder. "Das liebe ich an meinem Beruf", so André. "Ich kann an verschiedenen Orten arbeiten und verdiene immer mein Geld." Das braucht er nicht zum Sparen, zum Kaufen oder für das ruhige Gewissen. Das braucht er nur zum Leben im Augenblick. "Eine Familie will ich schon irgendwann haben, aber das raubt einem natürlich die Freiheit. Dann muss ich meine Entscheidungen immer absprechen und viele Dinge kann man dann einfach nicht mehr machen." Wie es für ihn weiter geht? "Erstmal mache ich Urlaub und dann werde ich sehen."

Ähnlich ist es auch bei Friseurin Sandra. Ein strahlendes und zuversichtliches Lächeln bei der Frage nach der Zukunft. Eine Antwort aber hat sie nicht. "Erstmal freue ich mich darauf, meine Familie wieder zu sehen", sagt sie. "Danach würde ich gern mal etwas ganz anderes machen, nicht mehr als Friseurin arbeiten." Die Palette der Möglichkeiten, die sie in Erwägung zieht, reicht vom Glamour-Job einer Stylistin für Theater oder Film bis zur sozialen Helferin für Hartz 4 - Empfänger. "Mir ist gerade nach irgendwas Sozialem", erklärt sie und würde sich gern noch mal neu erfinden. "Zuhause fragen sie schon immer, wann ich mal zur Ruhe komme. Ich will gar nicht zur Ruhe kommen. Nach einer gewissen Zeit am selben Ort und im selben Job wird es mir langweilig." Sie mag die Abwechslung, mal ruhige Zeiten, dann Partywochen, mal legere Arbeit, dann wieder ein stressiger Job. Familie schon auch, aber... Mit Mitte 30, wenn andere langsam "die Uhr ticken hören", ist sie absolut gelassen. "Meine Freiheit ist mir sehr wichtig. Wie es kommt, kommt es."

Drei Beispiele für Leute, die mit mir auf der "Amadea" fast fünf Monate um die Welt gefahren sind. Drei von 300. Vielleicht habt ihr nun eine kleine Ahnung, was ich meine, wenn ich manchmal die Leute vom Schiff vermisse.

PS: Nächster Eintrag - "Die Geheimnisse der Crew" und Antworten auf eure Fragen.

"Amadea" - Spruch des Tages: "Wer heute das tut, was er schon gestern tat, wird morgen bleiben, was er schon heute ist."
Musiktipp zur Stimmung: Titel "Delmenhorst", Mittelpunkt der Welt, Album: "Mittelpunkt der Welt"


Anja Fließbach: Sonntag, 3 Juni 2007, 0:53 Uhr

Kommentare

Wenn man nun aber nicht die Moeglichkeit hat, bei den Eltern "Zwischenstation" zu machen bzw. sie als Sicherheitsnetz im Hintergrund hat? Muss man dann zwangslaeufig zum hoffnungslosen Spiesser werden, dessen ganzes Restleben schon vorgeplant ist (Studium beenden, Chefetage, u. Co.?) Oder gibt es noch etwas *zwischen* diesen Extremen? Ich hoffe es doch sehr. Davon bin ich das lebende Beispiel.:)

Kommentiert von: HappySingleMom | Sonntag, 3 Juni 2007, 1:28 Uhr



Hallo HappySingleMom,

mit der "Zwischenstation bei den Eltern" handelt es sich um eine rein praktische Lösung. Seeleute sind fast nie in der Heimat. Sie brauchen also weder Wohnung noch Möbel oder Auto. Aber ein paar persönliche Dinge hat man schon angesammelt im Laufe eines Lebens, die bei den Eltern gut aufgehoben sind. Außerdem muss man einen Wohnsitz angeben, wenn man in Deutschland gemeldet ist. Hat mein keine Wohnung, gibt man die der Eltern an. Der dritte Punkt sind die Wurzeln. Auch einem Seemann tut es gut, nach einer langen Fahrt "nach Hause" zu kommen. Die Heimat ist nicht unbedingt ein Land. Die Heimat ist dort, wo die Familie ist. Hat man keine Frau, sind es die Eltern.

Außerdem glaube ich nicht, dass du zwischen den Extremen liegst. Anja auch nicht. Vom Standpunkt her ähnelt ihr euch. Ihr seid garantiert eine Herausforderung, der nur wenige Männer gewachsen sind.

Ich find´s gut!
Euer Manus

Kommentiert von: Manus | Sonntag, 3 Juni 2007, 1:43 Uhr



Freue mich auf "Die Geheimnisse der Crew"... M.

Kommentiert von: M. | Sonntag, 3 Juni 2007, 2:27 Uhr



Schade, ich dachte es geht hier um die Beschreibungen und Erfahrungen einer Weltreise, aber irgendwie geht es nur darum was für unheimlich außergewöhnliche Leute sich auf so einem Schiff befinden und was für ein besonderer Mensch man ist wenn man so etwas macht.

Ich weiß ja nicht, was sie alle hier für Leute kennen. Ich kenne viele Menschen, die eine Weltreise gemacht haben,ob alleine oder zu zweit, mit und ohne Kind (ja es gibt auch noch andere Alleinerziehende, die Weltreisen machen). Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass so eine große Reise einem sehr viel gibt und man merkt, dass man sich nicht immer nur um sich selbst drehen muss. Man kann etwas mitnehmen und auch hier sein Leben mutig leben, auch in den kleinen Dingen des Alltags. Denn das Leben ist nun mal nicht wirklich planbar und das macht es so spannend. Wenn manche Menschen "grau" ihren Alltag leben, dann haben sie viellicht nicht die Kraft etwas zu ändern. Aber deswegen ist man nicht besser, nur weil man es anders macht. Wenn man sich immer so anders und toller findet als andere Menschen, dann ist man wirklich eng im Kopf.

Und mal ehrlich! Was ist so mutig daran eine Weltreise auf einem solchen Schiff zu machen. Man hat sein Zimmer, wird bedient, es gibt immer was zu essen, Unterhaltung, Ärzte und wenn ich ein Land nicht schön finde bleibe ich einfach an Bord und liege am Pool.

Schade, eine Weltreise kann einem nämlich noch etwas anderes geben, nämlich, dass man sein Herz öffnet für andere, fremde Menschen und für sich selbst.

Kommentiert von: Pat | Sonntag, 3 Juni 2007, 11:56 Uhr



@Manus - sicher brauchen Seeleute eine feste Addresse, an die sie wieder zurueckkehren koennen - es steht ja von vornherein fest, dass die Fahrt nur temporaer ist.

Aber es gibt auch auch genug Leute, die angeblich irgendwo auf der Welt ein neues Leben anfangen wollen, sich aber immer das Hintertuerchen "Heimat" offen halten. Auch wenn sie nie mehr dahin zurueckkehren, wissen sie, dass sie es koennten, wenn sie wollten. Es ist leicht, irgendwo hin zu gehen und alles moegliche zu tun im Leben wenn man weiss man hat im Notfall ein Sicherheitsnetz, das einen auffaengt. Den Eindruck hatte ich fuer mich auch jahrelang, aber erst als meine Oma starb und ich nur noch meine "Eltern" hatte, wurde mir klar, wie diese wirklich drauf sind. Eltern, die Angst vor ihrem Kind haben, panische Angst, sie koennten zu irgendetwas "herangezogen" werden in irgend einem Notfall und daher den Kontakt auf eine Small-Talk Beziehung begrenzt halten moechten... sehr ungewoenliche Situation, versteht KEINER (wenn ich noch einmal hoere: "Hast du denn schon mal mit deinen Eltern zu *reden* versucht?" Antwort: Sie tun so, als sei das ganz normal und stellen sich dumm. Die Schutzmechanismen sind so, dass kein Panzer sie durchdringen kann.)

Also das ging jetzt gewaltig vom Thema ab und ich habe mich gerade auf Arten hier geoeffnet, von denen ich WEISS, das ich sie bereuen werde, aber ich stehe dazu und darum bleibt's stehen.

@Pat - warum immer wieder diese Worte "Kraft" und "Mut" im Zusammenhang mit der Weltreise?? Fehlt bloss noch "tapfer" und "wacker", oh jeh. Das hoert sich immer so nach abgekaempftem Weiblein an, und ist daher doch GRUNDFALSCH. Wenn man irgendwo hingeht, wo es einen hinzieht - also gar nicht anders KANN - dann braucht man keine Kraft und keinen Mut. Diese Dinge braucht man eher, um man seine Beduerfnisse zu *unterdruecken*. Zumindest die Kraft. Viele Leute bringen ihr ganzes Leben damit zu, "pflichtbewusst" zu sein, also ihre Traeume im Zaum zu halten, und wundern sich dann, dass sie mit 70 zu abgekaempften Pflegefaellen geworden sind. So was kostet naemlich einen ganzen Haufen Energie. PS. Meine Eltern sind junggeblieben - und ich weiss genau, warum.. ;)

Kommentiert von: HappySingleMom | Sonntag, 3 Juni 2007, 15:03 Uhr



Apropos nichts: Mir ist schon oft aufgefallen, dass Schwule weltoffener, interessanter und sensibler sind als der Durchschnittsmensch. Ich kann mir vorstellen, dass sie in der deutschen Spiessergesellschaft sehr leiden und ein tiefes Beduerfnis haben, daraus auszubrechen.

Kommentiert von: HappySingleMom | Sonntag, 3 Juni 2007, 15:13 Uhr



@HSM,
ein paar kommentare zu deinem geistigen "Duenn...", den du wieder von dir gegeben hast:
1. Jeder sollte (es sei denn "man" wandert sehr, sehr frueh aus)seine "heimat bzw. wurzeln" haben.
die heimat ist meistens, dass umfeld, in dem man aufgewachsen bzw. geboren ist...). Falls es nicht die familie ist, sollten es zumindest die freunde sein, die einem rueckhalt geben. wer die nicht hat, tut mir generell leid und mit dieser person stimmt erfahrungsgemaess auch meist irgendetwas nicht...
2.zu deinem 2. kommentar... DU, lebend in den, auch so offenen United States of America, erzaehlst einen von der deutschen spiessergesellschaft???ich glaub es nicht...
ich hoffe dir ist bewusst, dass schwule paerchen sich in deutschland mittlerweile das "Ja wort" geben koennen??? geht das in den ach soo weltoffenen Staaten, wo Rassissmus an der tagesordnung steht auch?
3.aus welchem Grund hasst du dein "heimatland" so?
ich lebe selber im ausland und bin immer wieder ueberrascht, wie wenig patriotisch die deutschen sind... schade, schoenes land, sehr oft sehr nette, ehrliche menschen...

Kommentiert von: Cara | Montag, 4 Juni 2007, 6:16 Uhr



@cara: Ich sage Weltmeisterschaft 2006, war das nicht schön?!! Da waren wir Deutschen patriotisch, weltoffen, freundlich mit brasilianischer Feierlaune - einfach herrlich. Und die Resonanz aus dem Ausland - alle fanden es wunderbar, dass die Deutschen so waren, ergo, wir müssen nur noch lernen dieses Gefühl in unseren Alltag zu übertragen, aber das bekommen wir schon noch hin, man muss nur im Kleinen beginnen, dann kann es Kreise ziehen, die Weltmeisterschaft war doch ein kleiner feiner Kreis.:-))
HSM hat sich geöffnet, was ist daran denn falsch? Es als Fäkalie zu bezeichnen ist engstirnig und kleinbürgerlich und dass an einem Menschen, der keine Familie oder Freunde hat etwas falsch sein soll ist pauschales Schubladendenken. Mein Nachbar hat auch keine Freunde und Familie, das ist ein patenter Kerl, ich würde ihn allenfalls liebevoll verschroben nennen und die geistreichen philosophischen Gespräche alle 1/4 Jahr möchte ich nicht mehr missen und natürlich seine genialen Buchtipps. Es ist nicht Hass, Hass macht hässlich, es ist vielleicht Enttäuschung, Verletzung aber viel einfacher, frag sie doch einfach höflich und direkt, ohne gleich zu urteilen. Es gibt leider auch in Deutschland noch genügend Rassismus, davor dürfen wir die Augen nicht verschließen, wir Bürger müssen wieder mehr bewegen, wir sind faul und bequem geworden und überlassen alles den Politikern, da pack ich mich doch gleich mal an der eigenen Nase.

Kommentiert von: Sabine | Montag, 4 Juni 2007, 9:13 Uhr



@Pat: Endlich schreibt jemand das, was ich die ganze Zeit schon denke. Ist das nicht etwas viel Theater wegen einer Kreuzfahrt? Ich meine: Eine Kreuzfahrt! Die Kommentare und Einträge hören sich teilweise so an wie "In 80 Tagen um die Welt", erstmalig umrundet jemand in Hochgeschwindigkeit die Welt und muss das alles dann teilen und verarbeiten. Ich freue mich für die Blog-Schreiberin, dass sie so viel daraus herausholt für sich persönlich und so fleißig schreibt. Und dass sie anderen Kreuzfahrtteilnehmern damit aus der Seele spricht. Aber ganz ehrlich, bevor ich nicht 60 bin, sehe ich mich keine Kreuzfahrt machen. Und geht es so nicht vielen Mitdreißigern?

Kommentiert von: Ana | Montag, 4 Juni 2007, 10:05 Uhr



@Sabine:Es kann ja sein, dass dein nachbar "ein netter, patenter zeitgenosse" ist, aber menschen ohne freunde, d.h. ja im umkehrschluss, dass dieser mensch von wirklich niemandem gemocht wird, sind seltsam. jeder mensch ist ein soziales wesen und braucht sozialen austausch/zuneigung.das ist kein schubladendenken, sondern absolut aus meiner eigenen erfahrung, dass diese menschen mit vorsicht zu geniessen sind!!!
Ja, auch in deutschland gibt es noch rassismus, ja und ich weiss auch,was im 2.weltkrieg passiert ist, wird man ja fast jeden tag (kino, zeitungen, buecher, menschen...)dran erinnert.

Kommentiert von: cara | Montag, 4 Juni 2007, 12:08 Uhr



@Sabine, Cara ist ein Troll. Und ein strohdummer, asozialer noch dazu. Verausgab dich nicht. Hast du schon mal ihre vorherigen Kommentare an mich gelesen?? Da geht dir ein Licht auf...

Nur drei faktuelle Richtigstellungen, damit sie nicht von anderen Lesern verinnerlicht und als Tatsache angenommen werden: 1. New York ist nicht gleich die USA. Eher die Antidote dazu. 2.Ich habe Freunde und Familie, meine Familie ist nur leider unbrauchbar. 3. Ich hasse Deutschland nicht, aber aufgrund von Abstand sehe ich manches klarer und nehme mir heraus, das zu kritisieren.

Kommentiert von: HappySingleMom | Montag, 4 Juni 2007, 12:38 Uhr



PS. Wenn ich sage "meine Familie ist unbrauchbar" bezieht sich das natuerlich nur auf die Verwandtschaft in D., nicht auf meinen Sohn. :)

Kommentiert von: HappySingleMom | Montag, 4 Juni 2007, 13:20 Uhr



liebe patienten überlassst das philllosophieren den profis.zu viele interpretationen bringen über haupt nichtssss. meine kolllegen aus n.y. (usa) haben mir bestätttigt, dass es ein herrrliches arbeitsgebiet ist, dieses n.y. mit seinen tausenden bekloppten und verrückten, auf jeden falll der fällle ist es auch nur ein spiegelbild der gesammmmten usa.unter meinen nettten, patenten patienten befindet sich auch sooo manche wandelnde zeitbombe. ohne den kontakt in meiner praxxxis hätte es schon längst bum, bum gemacht aber liebe leser keine panik ich, euer dr. hase habe alles im griffffffffff

Kommentiert von: Dr.Hase | Montag, 4 Juni 2007, 14:16 Uhr



Sehr geehrter Herr Kollege,
welch klärende Worte. Sie sprechen mir aus meiner Therapeutenbrust. Ich freue mich schon, wenn wir auf dem nächsten Kongress - N.Y. wenn ich mich nicht irre - unsere Erfahrungen persönlich vertiefen könnten.
MfG Dr. Bär

Kommentiert von: Dr. Bär | Montag, 4 Juni 2007, 14:30 Uhr



Apropos Schwule: Hat sich schon mal jemand ueberlegt, warum ich das Thema gerade an dieser Stelle angeschnitten habe?? Ich will nicht zu spezifisch werden hier fuer den Fall, dass ich mich irre...

Kommentiert von: HappySingleMom | Montag, 4 Juni 2007, 15:07 Uhr



Hallo, liebe Frau Anja Fließbach,

mir werden Ihre Berichte sehr fehlen. Es war mit Ihnen eine schöne Zeit und ich habe Lust bekommen, eine Reise mit der Amadea zu machen.

Ich hoffe, daß Sie mir meine Frage vom 26.05. auch noch beantworten.

Ich studiere z. Zt. die Reisen der Amadea. Wie Sie in Ihrem Bericht Nr. 6 berichten, haben Sie sich "last minute" für eine Weltreise entschieden. Bedeutet das, daß es auch "last minute" Reisen mit der Amadea gibt oder meinten Sie eine "Glückskabine"? Muß man in beiden Fällen so oft umziehen?

Ich kann aus beruflichen Gründen nur kurzfristig buchen. Den Veranstalter möchte ich nicht fragen. Es wird viel versprochen und wenig gehalten. Ich frage lieber Personen nach Ihren Erfahrungen. Sie haben sicher Ihre Erfahrung gemacht und von anderen Passagieren gehört.
Es würde mich sehr freuen, von Ihnen zu hören. In der Zwischenzeit verbleibe ich mit herzlichen Grüßen auch an Ihre süße Luisa
Ihre Lisa

Kommentiert von: Lisa | Montag, 4 Juni 2007, 16:01 Uhr



diese Reise habe ich relativ regelmässig von Anfang an verfolgt, ich hatte allerdings selten das Gefühl, dass es tatsächlich um Reiseerlebnisse ging, sondern eher um eine Selbstdarstellung nach dem Motto:ich bin so tough und unabhängig, selbständig, mutig, welterfahren, erfolgreich (btw hat irgendjemand diese ominöse Disy je gelesen ???)etc.Tut mir leid, Frau Fliessbach hat eine Kreuzfahrt auf einem Luxusliner gemacht, damit ihr Geld verdient, macht ihren Job zuhause weiter, wo bitte ist da das Abenteuer ? Ohne die zahlreichen z.T. natürlich auch dämlichen Kommentare hätten mit Sicherheit viele das Interesse verloren, ich möchte nicht wissen wieviele davon initiiert wurden der reinen Provokation wegen, anyway, es hat funktioniert

Bambolinetta

Kommentiert von: bambolinetta | Dienstag, 5 Juni 2007, 20:01 Uhr



Also ich kenne Disy (nur aus dem Internet) und finde es toll.
Schade, dass die Reise zu Ende geht. Conny

Kommentiert von: Cornelia Mann | Dienstag, 5 Juni 2007, 20:45 Uhr



@bambolinetta - Klaro. Chefredakteurin werden, und Weltreisen machen ist nichts Besonderes. Das kann doch jeder. Das verdient keine Bewunderung. Aber WEHE wenn man nicht vor der graugesichtigen PUTZFRAU in die Knie sinkt vor lauter Ehrfurcht...

Kommentiert von: HappySingleMom | Dienstag, 5 Juni 2007, 21:38 Uhr



Hallo HSM,
finde ich in der Tat nicht so furchtbar besonders und ehrfurchterregend, sorry.Aber ich weiss nicht was Du mir mit deinem Kommentar sagen willst, macht aber auch nichts, Du bist auf jeden Fall jemand der die Diskussion aufrecht erhält

Kommentiert von: bambolinetta | Dienstag, 5 Juni 2007, 21:58 Uhr



...Diskussion aufrecht erhaelt und vielleicht auch Ansichten etwas umlenkt?

Ich merke jedenfalls einen grossen Unterschied in der Grundeinstellung der Kommentatoren seit ich mein erstes Donnerwetter (Beitrag "Vielen Dank fuer alles, Mama" vom 2. Februar) reinsaussen liess. :-D.: Eine Veraenderung in der allgemeinen Haltung hat sich so ganz langsam eingeschlichen... Und die ganzen Klischees ueber Alleinerziehende haben sich simultan so ganz leise und still zur Hintertuer rausgeschlichen. Vielleicht nicht in der weiteren Welt, aber zumindest in diesem Blog. Wenn ich dazu auch nur ein kleines bischen beigetragen habe, hat sich die Muehe gelohnt. :) (Obwohl "Muehe" nicht wirklich der richtige Ausdruck ist, weil's naemlich unheimlich Spass macht. :-D)

PS. Wo ist eigentlich Emilie Nothnagel (oder wie der sich nannte) geblieben? Schon lange nichts mehr gehoert... ;)

Kommentiert von: HappySingleMom | Mittwoch, 6 Juni 2007, 4:23 Uhr